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Ostprignitz-Ruppin 34 Aussteller beim 17. Tourismustag
Lokales Ostprignitz-Ruppin 34 Aussteller beim 17. Tourismustag
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00:18 18.10.2017
Maria Schwerdtfeger warb für die Landgutkiste aus Rechlin. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Für die Kreismuseen Alte Bischofsburg in Wittstock gehört der Auftritt beim Tourismustag in Wittstock zum Selbstverständnis. „Wir sind jedes Jahr hier vertreten“, sagte Museumsleiterin Antje Zeiger am Sonntag im Wittstocker Rathaus.

Neben Stammgästen wie das Museum nutzten beim 17. Tourismustag auch wieder Neulinge diese Chance, um für sich zu werben und Kontakte zu knüpfen. „34 Aussteller sind heute dabei“, sagte Antje Biewald-Blumenthal, Vorsitzende vom Tourismusverein Wittstocker Land. Dieser Verein steht von Beginn an für diese Veranstaltungsmarke; immer die Stadt an seiner Seite. „Kommen Sie miteinander ins Gespräch, fühlen Sie sich wohl und vernetzen Sie sich“, gab Biewald-Blumenthal den Besuchern mit auf den Weg.

Kritik in Richtung Landkreis

Zuvor eröffneten die Dompfaffen aus Wernikow den Tag mit einem flotten musikalischen Auftritt. Unter den Gästen waren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann freute sich vor allem, dass „der Tourismustag keine Grenzen an der Stadt hat.“ Denn Aussteller von Mecklenburg bis Wittenberge gaben sich ein Stelldichein. Gehrmann sparte nicht mit Kritik in Richtung Landkreis: „Der Radweg nach Mirow ist beim Landrat immer noch ein Tabuthema.“ Hingegen ist die Region beim Wanderweg rund um Dranse einen Schritt weiter. Dort liegt dem Tourismusverein Wittstocker Land jetzt ein Kartenentwurf vor.

Jörg Gehrmann nahm Blumen von Antje-Biewald-Blumenthal entgegen. Quelle: Christamaria Ruch

Gehrmann mahnte an, dass die Landesgartenschau (Laga) im Jahr 2019 „nicht nur ein Blitzlicht wird, sondern auch darüber hinaus Früchte für die Stadt trägt.“ Oliver Hermann, Vorsitzender des Tourismusverbandes Prignitz, lobte in seinem Grußwort „die Kontinuität in Wittstock, denn 17 Tourismustage muss man erst mal hinbekommen.“ Wittenberge bereitet den Brandenburgtag 2018 unter dem Motto „Die Prignitz grüßt das Land“ vor.

Wittstock will Q-Stadt werden

Antje Biewald-Blumenthal legte die Messlatte sehr hoch, als sie von einer Idee berichtete. Denn sie kann sich gut vorstellen, dass Wittstock bis 2019 eine Q-Stadt wird. Zunächst zeigten sich ungläubige Gesichter im Publikum, doch Biewald-Blumenthal klärte auf: „Q-Stadt heißt Qualitätsstadt und steht für Nachhaltigkeit im Tourismus und allen anderen Branchen.“ Bisher gibt es 24 Q-Städte in Brandenburg, „aber noch keine in der Prignitz.“

Zu den Gästen gehörten natürlich auch jede Menge Privatpersonen, die die Neugier angelockt hatte. So auch Ute Scheffer aus Wittstock, die erstmals den Tourismustag besuchte. „Ich möchte mich informieren, was alles in der Region angeboten wird, um dann Ausflugsziele zu haben, wenn ich mal frei habe.“ Björn Hildebrandt vom Hirschhof Hildebrandt in Freyenstein zog eine positive Bilanz der Saison. „Vor allem Berliner oder Gäste von der Randlage Berlin kommen zu uns“, sagte er. Ferienwohnungen auf dem Land und von dort aus zu Tagesausflügen aufbrechen – das ist seiner Ansicht nach bei den Gästen beliebt. Karin Franz vom Marketing des Müritzeums in Waren (Müritz) sieht in Tagesgästen ein Potenzial. „Ich habe mir auf die Fahnen geschrieben, rund um Waren mehr zu werben. Regionale Gäste wie die Wittstocker sind für uns auch ein Potenzial.

Das Müritzeum lockt seit genau zehn Jahren Besucher an. Nun soll umgebaut und damit die Dauerausstellung erweitert sowie technisch aufgerüstet werden. Die Landgutkiste aus dem mecklenburgischen Rechlin und „homemade“ aus Karstedtshof waren ebenfalls erstmals unter den Ausstellern. „Wir sind mit unserer ersten Saison zufrieden“, sagte Maria Schwerdtfeger von der Landgutkiste. Und auch Eva Paulius von „homemade“ zieht ein positives Fazit der Saison:„Die Präsenz auf Märkten und Messen trägt bei uns Früchte.“

Von Christamaria Ruch

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