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Ostprignitz-Ruppin 34 Bewerber für eine Museumsstelle
Lokales Ostprignitz-Ruppin 34 Bewerber für eine Museumsstelle
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00:20 07.12.2017
Einige Objekte des Rheinsberger Museums sind im Internet zu finden – allerdings noch lange nicht alle. Der neue Mitarbeiter soll sich auch darum kümmern, dass die Digitalisierung voranschreitet. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Der Andrang ist groß: Gleich 34 Menschen aus ganz Deutschland – von der Nordsee bis zum Bodensee – haben sich für die wissenschaftliche Stelle im Rheinsberger Kurt-Tucholsky-Museum beworben. Sieben von ihnen dürfen sich in dieser Woche in der Prinzenstadt nun auch persönlich vorstellen, berichtet Museumsleiter Peter Böthig.

Über den Ansturm ist Bö­thig erfreut – aber auch etwas überrascht. „Es ist ja nur eine befristete halbe Stelle, die wir anbieten. Und es haben sich wirklich sehr qualifizierte Menschen beworben. Es sieht vielversprechend für uns aus.“ Der Museumsleiter geht deshalb davon aus, dass die Position in Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik, die vom Land vorerst nur bis Ende 2018 finanziert wird, deshalb wie vorgesehen ab Anfang kommenden Jahres besetzt werden kann.

Welche Aufgabe der neue wissenschaftliche Mitarbeiter in Rheinsberg nach der Einarbeitung in die Bestände als Erstes übernehmen wird, ist noch offen. Zu tun gebe es aber mehr als genug, meint Böthig. Weil dem Literaturmuseum nämlich seit 2015 nur er als Fachbetreuer zur Verfügung steht, sind viele inhaltliche Recherchen und Arbeiten liegen geblieben. So sei beispielsweise der Bestand des Alfred-Wegener-Museums in Zechlinerhütte, das seit 2009 unter dem Dach der Rheinsberger Einrichtung geführt wird, bislang nur in einer Excel-Tabelle erfasst. Ein Unding im digitalen Zeitalter, sagt Böthig. Und auch die museumspädagogische Arbeit im Bereich Kinder und Jugend, für die bereits seit Jahren genaue Pläne vorliegen, sei aufgrund von Personalmangel nicht weiterverfolgt worden. Diese sollten nun auf den neuesten Stand gebracht und endlich verwirklicht werden. Daneben soll die Aufbereitung der Literaturmuseumsbestände für das Internet vorangetrieben werden, die zwar in den vergangenen Jahren nicht völlig vernachlässigt wurde, aus Sicht des Leiters aber noch ausbaufähig ist. Schließlich sei die Digitalisierung wichtig, um die Institution in aller Welt bekannt zu machen.

Von Celina Aniol

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