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350 Jahre Apotheke am Marktplatz

Kyritz 350 Jahre Apotheke am Marktplatz

Die Aufschrift „Königlich privilegierte Apotheke und Drogen-Handlung“ an dem Haus am Kyritzer Marktplatz verspricht nicht zu viel: Am Montag feierte das Geschäft sein 350-jähriges Bestehen. Apotheker Guntram Peter empfing seine Gäste mit einer historischen Ausstellung.

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Apotheker Guntram Peter (r.) empfing am Montag viele Gratulanten in seiner Filiale.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Auf so eine lange Firmengeschichte kann kaum ein anderes Unternehmen in der Region zurückblicken: Seit Sonntag ist die Kreis-Apotheke am Kyritzer Marktplatz ganz offiziell 350 Jahre alt. Am 9. Oktober 1666 hatte Apotheker Martin Weinbrach im „Schöppenhaus zu Kyritz“ mit königlichem Privileg eine Apotheke eröffnet. Er durfte „mit keiner Contribution undt anderen Beschwerden beleget“ werden, was ihm die Stadt damals ausdrücklich beurkundete.

Als einer der vielen Nachfolger Weinbrachs feierte Apotheker Guntram Peter (er ist seit 25 der Inhaber des historischen Hauses) das Datum am Montag mit einem kleinen Empfang für Geschäftspartner, Freunde, Vertreter von Politik und Verwaltung. Auch Bürgermeisterin Nora Görke wurde wie alle Gäste mit einer gehörigen Dosis Apothekengeschichte versorgt.

Die vergangenen drei Jahrhunderte wurden anschaulich dargestellt

Aus Archiven, Lagerräumen und dem Keller hatten Guntram Peter und andere Geschichtsinteressierte zahlreiche Zeitzeugnisse zusammengetragen: Dokumente, allerlei pharmazeutische Gerätschaften, historische Medikamentenverpackungen, Fotos aus diversen Epochen. All dies dokumentierte anschaulich Kontinuität und Veränderung der „königlich privilegierten Apotheke und Drogenhandlung“ über die vergangenen dreieinhalb Jahrhunderte.

Sogar eine Ballade aus der Feder von Burkhard Mauer aus Läsikow wurde am Montag aus Anlass des Festtages verbreitet. Es geht um die Schlacht bei Fehrbellin 1675 – und um die Kyritzer Apotheke: „Da kam sie mit einem Krug: Trink! In Kyritz gibt’s genug, denn dort handeln sie mit Drogen und der Mann ist mir gewogen, der die Tränke mischen kann.“

Peter hatte zuvor bereits auch mit Stammkunden gefeiert. Und den Kitakindern der Stadt spendierte er unlängst Sicherheitswesten – 350 Stück.

Von Alexander Beckmann

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