Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
3500 Liter Saft und Spaß dabei

Kuhlmühle 3500 Liter Saft und Spaß dabei

Das eigenhändige Verarbeiten von Äpfeln, Birnen und anderen Früchten ist in Kuhlmühle längst mehr als ein Geheimtipp. Überzähliges Obst aus dem Garten oder von Straßenbäumen kann dort gegen eine Spende von den Besuchern selbst zu Saft gepresst und pasteurisiert werden.

Voriger Artikel
Im Herbst wird’s in der Löffelstube bunt
Nächster Artikel
Zwei Männer bei Rangelei in Wittstock verletzt

Die Pressen der Früchte wird in Kuhlmühle immer beliebter.

Quelle: Privat

Kuhlmühle. Dieses Ergebnis kann sich sehen lassen: Rund 3500 Liter Saft wurden während der diesjährigen Erntesaison auf der Saftstraße in Kuhlmühle hergestellt – und zwar eigenhändig von den Anlieferern. Verarbeitet worden seien zumeist Äpfel und Birnen, „aber wir haben erstmals auch ein wenig experimentiert mit Mischungen aus Möhren und Rote Beete oder Birne, Apfel und Quitte. Das gab ganz neue Geschmackserlebnisse“, erzählt Simon van der Velden vom Verein Zentrum für soziale und ökologische Nachhaltigkeit, Permakultur und Naturverbundenheit.

Verwerten statt verkommen lassen

Die sogenannten Safttage veranstaltete der Verein in diesem Jahr bereits zum dritten Mal. Die Idee dahinter: Statt Obst aus dem Garten oder von Straßenbäumen ungenutzt herabfallen und verfaulen zu lassen, soll es vielmehr zu schmackhaftem Saft verarbeitet werden. Deshalb bauten Vereinsmitglieder innerhalb eines geförderten Projektes im Jahr 2014 eine Saftstraße, die es nicht nur ermöglicht, das Beste aus den Früchten herauszupressen, sondern den Saft auch zu pasteurisieren und somit zu einem haltbaren Lebensmittel zu machen. Da die Früchtebesitzer die einzelnen Arbeitsgänge selbst erledigen, bekommen sie das Erfolgserlebnis ein schmackhaftes Getränk mit den eigenen Händen hergestellt zu haben, gratis dazu. Der Verein verlangt lediglich eine Spende für die Nutzung der Saftstraße.

Immer mehr Saftmacher am Start

Und auf der tummeln sich seither immer mehr Saftmacher. „Waren anfangs einige Leute mitunter noch skeptisch, so sind heute die Hälfte der Teilnehmer Wiederkommer“, erzählt Simon van der Velden. Erklärungen seien oft gar nicht mehr nötig. „Ach, ich kenn’ das schon“, höre er immer wieder, wenn sich Leute fürs Pressen anmelden. Auch Kindern mache es Spaß, bei der Arbeit dabei zu sein, sagt van der Velden und erinnert sich an eine außergewöhnlich große Gruppe von Erwachsenen und Kindern, die das Pressen zum Erlebnis machen wollten. „Sie hatten nur leider sehr wenige Äpfel dabei.“

Bei den Safttagen im Oktober gibt’s immer aber auch ein Unterhaltungsprogramm mit Bands und DJ’s. „Es war wirklich ein großartiges Event mit 250 bis 300 Gästen“, berichtet van der Velden.

Mittlerweile sei die Saison so gut wie beendet. Am Donnerstag fand noch einmal eine Saftpressaktion statt. Eventuell gebe es noch einmal einen Presstag in kleinem Rahmen.

Im kommenden Jahr aber, das steht laut van der Velden schon fest, sollen auf jeden Fall wieder Kuhlmühler Safttage stattfinden.

Von Björn Wagener

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg