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37 Minuten im Rampenlicht

Die „Sewekow Dancers“ krönen jedes Sommerfest 37 Minuten im Rampenlicht

Die „Sewekow Dancers“ krönen mit ihrer Vorstellung jedes Sommerfest im Dorf bei Wittstock. In der Gruppe tanzen Mütter und Töchter zusammen – mal im Matrosen-Outfit oder im feschen Leopardenkostüm. Am Wochenende haben sie ihren nächsten Auftritt.

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Die feschen „Sewekow Dancers“ punkten auch im Leopardenkostüm.

Quelle: Christamaria Ruch

Sewekow. Sie fauchen und kratzen nicht. Auch wenn die sechs Damen im Leopardenkostüm stecken und Großkatzen ähneln, wirken sie sympathisch. Umso mehr stechen der knallrote Gürtel und die ebenso farbigen Handschuhe sofort ins Auge. „Wir tragen immer wieder mal verrückte Kostüme.“ So lautet der einstimmige Kommentar der „Sewekow Dancers“.

Seit Februar stecken die sechs Frauen im Alter von 30 bis 56 Jahren in den Proben für den großen Auftritt. Hinter den „Sewekow Dancers“ verbergen sich aktuell Anne-Karin Kröcher, Doreen Nöhmke, Sylvia Konschak, Sabrina Thierbach, Manuela Röhl und Stefanie Wiltzsch. Das alljährliche Sommerfest in Sewekow entwickelt sich zu ihrer Bühne. Am Sonnabend, 4. Juli, ist es wieder soweit: Um 21.30 Uhr beginnt für die Truppe der Gang ins Rampenlicht. „Wir werden jedes Jahr angesprochen, ob wir wieder auftreten“, sagt Manuela Röhl. Diese Vorschusslorbeeren verleihen ihnen dann auch Flügel. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Beim 20. Sommerfest zeigen die Frauen einen Querschnitt aus ihrer 20-jährigen Laufbahn. Mit ein bis zwei Tänzen geben sie sich diesmal nicht zufrieden. „Wir zeigen Ausschnitte aus 13 Tänzen“, verrät Manuela Röhl. Jede Sekunde des 37-minütigen Auftritts folgt dem eigenen Drehbuch. Mitunter haben die Damen nur 40 Sekunden Zeit für den Kleidungswechsel. Neu er Tanz – neues Kostüm. „Wenn wir das nicht schaffen, muss der DJ einfach die Pausenmusik länger spielen und diese Zeit überbrücken“, sagt Manuela Röhl.

Immer synchron

Immer synchron: Die Frauen aus Sewekow im Matrosen-Outfit.

Quelle: Christamaria Ruch

Die wöchentlichen Proben in der Max-Schmeling-Halle des Dorfes sind kein Spaziergang. An jeder Bewegung wird gefeilt, bis sich am Ende die Sechs vollkommen synchron bewegen. Anmut, Temperament, Feingefühl und Beseeltheit sind das Maß, mit dem sich die „Sewekow Dancers“ auf Augenhöhe bewegen. „Ja, wir sind schon anspruchsvoll“, so Manuela Röhl. Jede Probe zieht sich mehr als zwei Stunden in den Abend hinein. Die Familien ziehen mit und betreuen dann abends auch den Nachwuchs, während die jungen Mütter tanzen.

Seit 1996 tanzen die Frauen beim Sewekower Sommerfest

Bereits seit 1996 gehört die Truppe zum guten Ton des Sommerfestes und ist dabei wie das Salz in der Suppe. Mittlerweile sind die Frauen sogar zum Sahnehäubchen aufgestiegen, denn sie krönen den Abend. Anfangs tanzten ausschließlich Teenager bei den „Sewekow Dancers“. Später gesellten sich deren Mütter mit dazu. „Wenn die Generationen etwas gemeinsam unternehmen, macht das wirklich Spaß“, kommentiert Anne-Karin Kröcher. Im Laufe der Zeit kamen neue Gesichter hinzu oder andere stiegen aus – doch der Kern blieb. Stefanie Wiltzsch und Sabrina Thierbach legten 1995 mit Manja Konschak den Grundstein für eine Geschichte in der Endlosschleife: Sie tanzen und tanzen immer weiter. Dann gingen die Jugendlichen in die Ausbildung und verließen zeitweise die Tanzgruppe. Dafür hielten deren Mütter die Fahne hoch und probten neue Choreografien ein. Seit fünf Jahren sind wieder beide Generationen beim Tanzen vereint. „Die Frauen können ohne weiteres mit den Großen im Showgeschäft mithalten“, sagt Heidi Schäfer, die Vorsitzende beim Heimatverein Sewekow.

„Lampenfieber ist immer dabei und manchmal hilft das auch“, sagt Manuela Röhl. Jahr für Jahr heben die Damen die eigene Messlatte höher. „Unsere neue Choreografie ist so schwierig, dass wir beim Sommerfest nur eine Minute dieses Tanzes zeigen, die eigentliche Premiere ist dann Silvester.“

Von Christamaria Ruch

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