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Ostprignitz-Ruppin 37. Volksangeltag in Lindow mit 170 Aktiven
Lokales Ostprignitz-Ruppin 37. Volksangeltag in Lindow mit 170 Aktiven
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00:17 11.05.2016
Große Erwartungen- der lange Zug der Petrijünger wälzt sich zum Tatort: dem Kanal zwischen Gudelack- und Vielitzsee. Quelle: Regine Buddeke
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Lindow

Alles wie immer: auch beim 37. Lindower Volksangeltag herrschen strenge Regeln, deren Befolgung Ordner Burkhard Franz von der Lindower Ortsgruppe Angeln mit Argusaugen überwacht. Geangelt wird lediglich Weißfisch, welcher auch waidgerecht getötet werden muss. Als Köder sind Teig, Maden und Würmer erlaubt, ein vorheriges Anfüttern ist verboten. Handgranaten und Harpunen sind tabu, Aufräumen dagegen Pflicht. Sowie das Trinken für Männer. Die Angler haben also vorgesorgt und ihre großen und kleinen Fläschchen hübsch in Bollerwagen verpackt, als es mit Kind und Kegel aufgeht: vom Marktplatz zum Kanal, immer der Granseer Blaskapelle und dem Wagen mit Neptun samt Nixen, der dieses Jahr sogar von Böllern und Raketen begleitet wird, hinterher. Dank Startnummer, gut 170 wurden am Sonnabend ausgegeben, fand dann jeder auch seinen Angelplatz, um die Made zu baden. Um neun nach dem Kanonenschuss gehts los.

Petrijünger und solche, die es werden wollen hatten am Sonnabend ihren Spaß und alle Hände voll zu tun: beim 37. Volksangeltag der Dreiseenstadt.

Das ist wie immer eine spaßige Angelegenheit, auch wenn das hintergründige Ziel der Aktion der Hegefischerei dient: Walter Streblow vom Angelverein „Flacher Hahn“ hat den diesbezüglichen Hegeauftrag des Fischers fest am Mann. So wie andere den Flachmann.

Ganz vorne am Kanal angelt Victor Eras. Er kommt nicht wirklich ganz in die Konzentration, denn der Angler, der ansonsten auch noch die Lindow-Granseer Volleyballer trainiert, dreht für seinen Youtube-Kanal „Ich geh angeln“ ein Filmchen. Immerhin – ein paar Rotfedern hat er schon im Beutel. „Wir haben zu lange auf Blei geangelt – jetzt haben wir mit anderen Fischen Probleme“, scherzt er. Denn eigentlich ist der Weg das Ziel: die Geselligkeit und der Spaß bei der Aktion sind das wichtigste, das bestätigen alle am Ufer, wo sich Angel an Angel reiht. Max und Leo Schimming aus Birkenwerder sind extra früh aufgestanden, um pünktlich in Lindow zu sein. „Max ist der Superangler“, verrät seine Mutter, die als „Enthedderer“ und Daumendrücker agiert. „Er ist jetzt im Angelverein – und durch den Volksangeltag erst zum Angeln gekommen.“

Ein paar Meter weiter ist Achim Ernst stolz: „Zwölf Fische – für nen Nichtangler wie mich toll“, sagt er und stippt die Angel wieder ein.

Die Glücksmade Paula ist gegessen. Nun muss eine neue dran glauben. Gernot Bufe tauft sie Jaqueline und lässt sie vorsichtig zu Wasser. Keine zwei Minuten, dann ist auch sie Geschichte. Der Fischhaufen dagegen wächst.

Irmgard Mahler schenkt schon seit Jahren Kaffee aus. „Das mach ich für meinen Mann“, sagt sie. Der war Angler. „Und jetzt guckt er von oben zu“, sagt die Seniorin. Daneben gibt es – ebenfalls wie immer – gratis Wurst für alle Starter von Familie Dietrich.

„Der Platz ist gut. Aber die Fische sind woanders, sagt Jürgen Büch. Tochter Selina indes holt Fisch für Fisch neben ihm aus dem Wasser. 80 Kilo sind es nach dem Wiegen insgesamt. Die wurden im Tierpark Kunsterspring sehnlichst erwartet. „Dort war der Fisch grad aus“, sagt Henri Barsewitz, der mit Petra Steffen und den Angel-Vereinen den Angeltag organisierte.

Am Nachmittag warteten viele Pokale und Preise – und ein zünftiges Volksfest. Wie in jedem Jahr.

Von Regine Buddeke

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