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Ostprignitz-Ruppin 387 Wittstocker gegen Massentierhaltung
Lokales Ostprignitz-Ruppin 387 Wittstocker gegen Massentierhaltung
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02:16 14.01.2016
Seit Jahren protestieren die Wittstocker gegen die Massentierhaltung – wie hier in Berlin. Quelle: privat
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Wittstock

Der Endspurt läuft: Das Volksbegehren des Agrarbündnisses gegen Massentierhaltung geht seinem Finale entgegen. Noch bis zum 14. Januar können sich Brandenburger in die Liste eintragen, wenn sie die Massentierhaltung ablehnen. Im Wittstocker Bürgerbüro haben das bis zum Montag insgesamt 387 Menschen getan – 273 trugen sich direkt vor Ort in die Liste ein; 114 forderten die Eintragungsscheine an, um sich die Unterlagen nach Hause schicken zu lassen, sie dort zu unterschreiben und zurückzuschicken. Diese Zahlen teilte die Stadtverwaltung am Montag auf MAZ-Nachfrage mit. Wer es den bisherigen Unterzeichnern gleichtun möchte, muss mindestens 16 Jahre alt sein und sich ausweisen können. Konkret wird gefordert, dass der Landtag alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen solle, um die stetige Ausbreitung der Massentierhaltung in Brandenburg zu unterbinden.

Vor allem die Mitstreiter der Bürgerinitiative „Wittstock contra Industriehuhn“, aber auch der Tierschutzverein Wittstock und Umgebung werben unermüdlich um weitere Unterzeichner. „Wir haben Plakate drucken lassen und Flyer in Altenheimen, Kitas, Schulen oder einfach Postkästen verteilt“, sagt Albrecht Gautzsch von der BI. Denn obwohl das Volksbegehren seit dem 15. Juli läuft, gebe es viele Leute, die noch nichts davon gehört haben. Al­brecht Gautzsch hofft, auf den letzten Metern noch Boden gutzumachen und Menschen zu erreichen, die das Volksbegehren unterstützen. Es könnte aber knapp werden: Bis Mitte Dezember hatten erst 72 000 Brandenburger unterschrieben, wie es auf der Internetseite des Agrarbündnisses (www.volksbegehren-massentierhaltung.de) heißt. Der Landtag hatte im Vorfeld die Volksinitiative abgelehnt, obwohl mit 34 000 Unterschriften innerhalb nur eines halben Jahres weit mehr als die nötigen 20 000 zusammengekommen waren. Das Volksbegehren soll nun dafür sorgen, dass das Thema Massentierhaltung in Brandenburg wieder auf die Tagesordnung kommt. Sollte auch das Volksbegehren abgelehnt werden, bliebe noch der Volksentscheid. Das ist ein Wahlgang, bei dem mindestens 25 Prozent der wahlberechtigten Bürger erreicht werden müssen.

Hinweis: Unterschriften können geleistet werden in der Stadtverwaltung Wittstock, Heiligegeiststraße 19 bis 23, Bürgerbüro, Haus A, Zimmer 0.01. Öffnungszeiten: Am Dienstag und am Donnerstag von 8.30 bis 17.30 Uhr und am Mittwoch von 8.30 bis 12 Uhr.

Von Björn Wagener

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