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Ostprignitz-Ruppin 40 Jahre in Bildern
Lokales Ostprignitz-Ruppin 40 Jahre in Bildern
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13:56 26.11.2017
Der Maler und sein Freund: Schamil Gimajew (M.) und Ekke Maaß (r.). Peter Böthig (l.) eröffnete die Ausstellung. Quelle: Cornelia Felsch
Rheinsberg

Es ist das Leben der Menschen in all seinen Facetten, das der Maler Schamil Gimajew in seinen Bildern der vergangenen 40 Jahre beschreibt. Fröhliche, ausufernde Lebensfreude in grellen Farben, aber auch melancholische Stimmungen, dargestellt in gedämpften Farben, verdeutlichen das Auf und Ab, dass die Lebenswege des 1954 in Kasan (Russland) geborenen Malers bestimmt hat.

Seit Sonnabend sind rund 50 Werke des in Rheinsberg lebenden Künstlers unter dem Titel „Zwischen Zeiten“ im Kurt Tucholsky Literaturmuseum zu sehen. Es ist bereits die 144. Ausstellung. „Wir hatten die Qual der Wahl, aus seinem reichen Fundus eine begrenzte Zahl von Bildern auszuwählen“, sagte Peter Böthig, der Leiter des Museums, zur Vernissage.

Die Kunst gehört dem Volk

Bereits 1983 kam Schamil Gimajew nach Deutschland. Geboren in der damaligen Sowjetunion, in Kasan, erlebte er den sozialistischen Alltag, der sich auch in den damaligen Kunstwerken von Malern, Musikern und Schriftstellern niederschlagen sollte. 1981 begann Schamil Gimajew mit dem Ölbild zur Erdgasleitung „Freundschaft“. „Die Kunst gehört dem Volke“ ist der Titel eines Bildes auf dem eine kräftige, einfach gekleidete Frau einen kleinen Chor dirigiert. Das Gebot, linientreue Kunst zu schaffen, führte dazu, dass kreative Menschen sich auf die Suche nach Nischen begaben, in den Untergrund gingen oder das Land verließen. „Es war keine einfache Zeit“sagt Schamil Gimajew. „Aber ich hatte zwei Brüder, die gut auf mich aufgepasst haben. Der ältere Bruder, der in Tatarstan ein bekannter Künstler ist, hat vorgemacht, und ich bin hinter ihm gegangen.“

Künstler der East Side Gallery

In jener Zeit malte Gimajew Stilleben und heimatliche Landschaften aber auch Bilder von Soldaten. Ihre Gesichter, die blau, grün und rot verfremdet sind, wirken versteinert. Brennende Häuser, verletzte Soldaten und Panzer bestimmen den finsteren Hintergrund. Trübes Licht und gedämpfte Farben lassen die Bilder manchmal traurig wirken, dennoch vermitteln sie das Schöne und spiegeln den Blick in die Seele der Menschen wider. In einer winzigen Küche sitzt ein junges Paar. Eine spärliche Mahlzeit, ein Glas Wein und eine Gitarre sind für sie genug, um bei Kerzenlicht auf das neue Jahr anzustoßen. Aber auch duftige Aquarelle und lebenslustige Aktzeichnungen sind unter den Bildern zu finden. In Deutschland ist Schamil Gimajew vor allem durch sein Werk „Worlds People – Wir sind ein Volk“ bekannt geworden. Mit 44 Metern ist es das längste Bild der East Side Gallery in Berlin.

Nach seiner Ausbildung zum Kunsterzieher studierte Gimajew 1976 bis 1982 an der Akademie der Künste in Leningrad Malerei. Als er 1983 mit seiner Frau und zwei Söhnen nach Berlin übersiedelt, lernte er Ekke Maaß kennen, der 1978 in seiner Berliner Wohnung einen Salon für kritische Künstler einrichtete. Am Sonnabend sang Ekke Maaß zur Vernissage Lieder über Moskau, die Maler, über Dummköpfe und über das Leben.

Die Bilder von Schamil Gimajew sind bis zum 11. Februar 2018 im Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum zu sehen. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Von Cornelia Felsch

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