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400 Ehemalige feiern ihre Schule in Neuruppin

650-Jahr-Feier rund ums Alte Gymnasium 400 Ehemalige feiern ihre Schule in Neuruppin

Neuruppin feiert in diesem Jahr die Gründung einer Lateinschule in der Stadt vor 650 Jahren. Die eigentliche Lateinschule existiert nicht mehr, wohl aber ihr Nachfolgebau: das Alte Gymnasium am Schulplatz. Rund 400 ehemalige Schüler wollen im Juli mitfeiern. Das wird das größte Ehemaligentreffen einer Schule in der gesamten Region.

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Viele Helfer bereiten das Treffen im Alten Gymnasium vor.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die "Mulis" sind eine Herausforderung. Dass es so schwer werden würde, ein paar gutmütige Zugtiere aufzutreiben, hätte Monika Goldschmidt, die Chefin der Arbeitsfördergesellschaft EAN, nicht gedacht. Am 10. und 11. Juli findet in Neuruppin das größte Ehemaligentreffen einer Schule in der gesamten Region statt. Rund 400 frühere Schüler kommen. Jede Menge Probleme haben die Organisatoren in den vergangenen Monaten gelöst. Nur das mit dem Eselskarren will nicht klappen.

Neuruppin feiert in diesem Jahr die Gründung einer Lateinschule in der Stadt vor 650 Jahren. Die eigentliche Lateinschule existiert nicht mehr, wohl aber ihr Nachfolgebau: Das Alte Gymnasium am Schulplatz war bis in die 70er Jahre noch Schule. Tausende Kinder und Jugendliche mussten dort pauken, viele von ihnen kommen jetzt zur Jubiläumsfeier wieder nach Neuruppin.

Zusammen mit Regionalverleger Peter Pusch hat Monika Goldschmidt das Festprogramm maßgeblich ausgearbeitet. Bundesweit haben sie für ihre Vorhaben geworben, die Resonanz war riesig. "Wir haben bis jetzt 380 bezahlte Anmeldungen", sagt die EAN-Chefin. Der älteste Absolvent - der Historiker Helmut Rademacher - hat 1942 ein Notabitur im Alten Gymnasium abgelegt, vier Jahre später sein ordentliches.

Rademacher wird am 10. Juli bei der Eröffnungsveranstaltung des Schülertreffens in der Pfarrkirche ein wenig erzählen, wie er die Schulzeit damals erlebt hat. Auch andere Ehemalige werden reden. "Wir haben einfach einige Leute angeschrieben", sagt Monika Goldschmidt. "Ich hatte nicht erwartet, dass da so viel zurückkommt." Viele haben ihre Schulzeit in Neuruppin in bester Erinnerung. Bis tief in die Nacht hätte es Grußworte geben können; viel zu viele für einen Abend.

Peter Pusch - selbst ein Ehemaliger - rechnet damit, dass weit mehr als die offiziell gemeldeten 380 früheren Schülern nach Neuruppin kommen. "Wie ich die Klassen so kenne, erscheinen viele erst in letzter Minute." Gefeiert wird - schon wegen des Platzes - in der Pfarrkirche. Im Alten Gymnasium sind Ausstellungen mit alten Fotos - 650 haben Schüler zugeschickt -, Lesungen, Chorauftritte und Führungen geplant.

Wenn alles kappt, werden Schüler der Evangelischen Schule eine Tradition nachstellen, die bis 1935 existierte: den "Umzug der Muli". Nach bestandenem Abitur fuhren sie die Ehemaligen im Eselskarren gegenseitig nach Hause. Einen Karren gibt es schon. "Aber es gelingt uns einfach nicht, einen Esel zu casten", sagt Monika Goldschmidt. Jedenfalls ein Tier, das in einer so großen Menschenmenge ruhig genug bleibt, um den Karren zu ziehen. Früher gab es wohl mehr Esel.

Von Reyk Grunow

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