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Ostprignitz-Ruppin 450 000 Euro für den Winterdienst
Lokales Ostprignitz-Ruppin 450 000 Euro für den Winterdienst
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00:17 10.02.2016
Der Bauhof streut Feuchtsalz, wenn die Straßen glatt sind. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Mit dem Arbeitsschutz dürfte das kaum noch zu vereinbaren sein, was da in jedem Winter auf dem alten Flugplatz von Neuruppin läuft, da ist sich Neuruppins Bauhofleiterin Simone Deter fast sicher. Und auch beim Umweltschutz hat sie einige Bedenken. Doch gegen alle Pläne ist der Eigenbetrieb der Fontanestadt nach wie vor darauf angewiesen, sein Streusalz für den Winterdienst in einem Provisorium zu lagern – in einem der alten Flugzeughangars der Sowjetarmee.

Geplante Investitionen musste der Bauhof mehrfach verschieben. So lange, bis die ursprüngliche Pläne vor anderthalb Jahren endgültig geplatzt sind. Jetzt soll wenigstens eine abgespeckte Version gebaut werden, selbst die kostet fast eine halbe Million Euro.

Über den Sommer könnte auf dem Betriebsgelände an der Neuruppiner Gentzstraße endlich eine moderne Siloanlage für Streusalz errichtet werden. Sie würde es erlauben, das Salz sicher zu lagern, und würde außerdem helfen, die Fahrzeug für den Winterdienst künftig leichter zu beladen.

Neue Anlage würde Feuchtsalz automatisch mischen

Der Bauhof verwendet sogenanntes Feuchtsalz, eine Mischung aus trockenem Streusalz und flüssiger Sole. Dieses Feuchtsalz kann Eis auf der Straße viel schneller abtauen als es trockenes Salz tun würde. Nachteil: Die Mischung muss jedes Mal neu hergestellt werden. Bisher fahren die Mitarbeiter des Winterdienstes deshalb mit ihren Fahrzeugen zum Hangar auf dem Flugplatz, laden mit einem Bagger das trockene Salz auf, fahren dann zum Betriebsgelände an der Gentzstraße und holen von dort die Sole. Die neue Siloanlage würde das Gemisch automatisch herstellen. Das geht schneller, ist sicherer und weniger anstrengend.

Bauhofchefin Simone Deter. Quelle: Peter Geisler

Eigentlich hat der Stadtbauhof schon seit Jahren Pläne für den Bau einer neuen Halle speziell für den Winterdienst in der Schublade. Die Halle sollte rund eine Million Euro kosten, damit wären dann aber auch noch einige andere Probleme gelöst worden. Platz genug ist auf dem Betriebshof an der Gentzstraße, die Stadtverordneten hatten sogar schon einer Finanzierungsvariante zugestimmt.

Doch dann hatte die Stadtverwaltung festgestellt, das sich die benachbarten Grundstücke teuer verkaufen lassen, wenn das gesamte Areal zum Wohngebiet erklärt wird. Der dafür benötigte Bebauungsplan schließt die Errichtung einer Salzlagerhalle auf dem Bauhofgelände aber aus.

Halle auf dem Flugplatz wäre noch teurer

Deshalb soll jetzt wenigstens die Siloanlage gebaut werden, ohne Halle. „Das dürfen wir auf unserem Gelände weiterhin tun“, sagt Simone Deter. Die Silos müssen nur außerhalb des Bebauungsplangebietes stehen. Der Zustand auf dem Flugplatz mit einfachstem Stromschluss, ohne Heizung oder Toiletten und mit 40 Jahre altem Betonboden unter dem Salzlager ist aus ihrer Sicht nicht länger hinnehmbar. Auf dem Flugplatz eine neue Halle zu bauen, die alle Anforderungen erfüllt, wäre noch teurer geworden. Selbst die Minimalvariante jetzt würde noch rund 450 000 Euro kosten.

Schon zur nächsten Winterdienstsaison könnten die Silos einsatzbereit sein. Vorausgesetzt, der Werksausschuss segnet am Dienstag den Wirtschaftsplan ab und die Stadtverordneten tun das am 29. Februar ebenfalls.

Von Reyk Grunow

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