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5 Brände gelegt – 4 Jahre Haft für Feuerteufel

Landgericht Neuruppin 5 Brände gelegt – 4 Jahre Haft für Feuerteufel

Die Ziele für seine Attacken hat er völlig zufällig gewählt – der 33-jährige Guido R. hat innerhalb von wenigen Monaten mehrere Brände rund um Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) gelegt. Dabei ist ein Schaden von rund 180.000 Euro entstanden. Nun ist er zu einer Haftstrafe von mehr als vier Jahren verurteilt worden. Als Motiv gibt er einen traurigen Grund an.

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Diese Heumiete wurde am 28. Mai 2015 in Brand gesetzt.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Brandserie begann im Mai vergangenen Jahres und endete im September. Da wurde der Brandstifter geschnappt. Am Donnerstag wurde der 33-jährige Guido R. vom Landgericht Neuruppin zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Vorausgegangen war eine Verständigung zwischen den Prozessbeteiligten. Im Gegenzug zu einem glaubhaften Geständnis hatte das Gericht eine Strafe von mindestens vier Jahren und drei Monaten und höchstens vier Jahren und neun Monaten zugesagt. Und Guido R. redete.

Nachts per Fahrrad gezündelt

Auf seinen meist nächtlichen Streifzügen mit dem Rad wählte er zufällig die Brandobjekte aus so wie am 14. Mai. Da steckte der arbeitslose Angeklagte Holz auf dem Gelände des Neuruppiner Baufachzentrums an. Zwei Wochen später setzte er am Ortsausgang von Bechlin 150 Strohballen in Brand. Es entstand ein Schaden von rund 5000 Euro. Kurz darauf zündete er an der Kränzliner Siedlung Silageballen an. Einen Tag später verbrannten wieder Strohballen. Keine 24 Stunden später sammelte er auf der Neustädter Straße herum liegendes Papier, zerknüllte es, steckte es mit einem Feuerzeug an und legte es zwischen vor einem Reifenhandel aufgestapelte Reifen. Das so entfachte Feuer griff teilweise auf das Gebäude über. Der Schaden betrug um die 160.000 Euro. Damit nicht genug, brach der Angeklagte den auf der gegenüberliegenden Seite stehen Verkaufsstand eines Spargelhofs auf und stahl Spargel, Kirschen und Erdbeeren, die er auf seinem Fahrrad abtransportierte.

Kartbahn angesteckt – Angeklagter nennt trauriges Motiv

Nach einer längeren Pause brannte es wieder, einmal auf der ehemaligen Kartbahn in Dabergotz und am 11. September Europaletten auf dem Gelände der Firma Behälterbau Huch. Danach wurde Guido R. festgenommen. Seitdem sitzt er im Gefängnis, wo er zurzeit eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt.

Als Motiv gab er an, ihm sei der Tod seines Vaters vor einigen Jahren wieder hoch gekommen. Außerdem habe er seine beiden Söhne nicht sehen dürfen. Mit den Brandstiftungen habe er etwas Stress abbauen und auf andere Gedanken kommen wollen. „Das hat nicht ganz hingehauen“, sieht er ein. Der Stress ist geblieben, dazu kommt der angerichtete Schaden.

Von Dagmar Simons

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