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Ostprignitz-Ruppin 50 Jahre Märkischer Jugendchor
Lokales Ostprignitz-Ruppin 50 Jahre Märkischer Jugendchor
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00:19 29.09.2017
Aktive und viele ehemalige Sänger des Märkischen Jugendchores sangen am Ende des Konzerts gemeinsam einen Klassiker: „Der Mond ist aufgegangen.“ Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Bei „Donna Donna“ flippen die Massen schier aus. Das Lied kennen Generationen von Sängern, die seit 1967 im Märkischen Jugendchor gesungen haben. Aus all diesen Generationen sitzen am Samstagabend Sänger jeden Alters im Neuruppiner Stadtgarten, um ihrem Chor zum 50. Geburtstag zu gratulieren. Unter ihnen „Chorvater“ Hans-Peter Schurz, der 1967 als junger Musiklehrer in der damaligen EOS den Chor gründete. Dieser hat heute als Märkischer Jugendchor des Schinkel-Gymnasiums nicht nur in der Republik sondern auch weltweit einen guten Ruf. Rund 600 Sänger haben in dieser Spanne im Jugendchor gesungen.

Seit nunmehr 50 Jahren gibt es den Märkischen Jugendchor: gut 600 Schüler haben in all der Zeit darin gesungen und den Ruf Neuruppins in die Welt getragen. Mit einem Konzert am Samstag feierte der Chor mit vielen Ehemaligen Geburtstag. Auch eine neue CD wurde vorgestellt.

„Schon immer sei es mit Jungenstimmen schwer gewesen“, erzählt Leander Borgmann, ein Ehemaliger, der gemeinsam mit der derzeitigen Chorsprecherin Alessa Bollack eine launige Laudatio hält. Hans-Peter Schurz habe daher mit den Jungs vereinbart: Er spielt mit ihnen Handball, wenn sie im Chor mitsingen. Das hat geklappt. Weil auch die alljährlichen Chorreisen in alle Ecken der Welt sehr begehrt waren, hat es dem Chor nie wirklich an Nachrückern gemangelt, wenn eine Schar Abiturienten abging. Was allerdings immer ein Verlust war, so erinnert sich Christine Schippers, Direktorin des Schinkel-Gymnasiums und selbst ehemalige Sängerin. Denn der Zusammenhalt im Chor war legendär. Das sieht man auf allen Fotos, die am Abend an die Leinwand gebeamt werden. Das Publikum im Saal lacht und erinnert sich: „Schau, da in der ersten Reihe, das bin ich“, ist immer wieder aus dem Saal zu hören.

Hans-Peter Schurz gründete 1967 den Märkischen Jugendchor

„Für mich war der Chor eine Familientradition“, erzählt Torsten Liebig, der von 1977 bis 1980 dabei war. „Damals bekam der Chor eine Super-8-Kamera geschenkt – die nächsten drei Jahre war ich der Filmchronist“, erinnert er sich gern zurück. Nicht nur für ihn waren die Chor-Jahre eine prägende Zeit. „Der Zusammenhalt in der Truppe – denn allein zählt im Chor keiner. Und Schurz hat uns beigebracht, Qualität anzustreben. Anstrengen statt Mittelmäßigkeit. Ich war damals immer stolz auf unseren Chor. Für mich gehörte er zu den fünf besten Jugendchören der DDR.“ Es sei schön, dass es ihn immer noch gebe. Schurz’ Leistung könne gar nicht hoch genug bewertet werden, dass er diesen Hochkaräter in Neuruppin gegründet habe. „Die Wiege chorischen Nachwuchses“ – so bringt es Leander Borgmann auf den Punkt. Denn wer als Schüler bei Schurz sang, sang später auch meist weiter. Im Landesjugendchor, im A-cappella-Chor oder dem Kammerchor Jeunesse – alle drei ebenfalls von Schurz gegründet und geleitet. Oder anderswo – fast könnte man sagen: Einmal Chor, immer Chor.

Der Qualitätsanspruch ist hoch

Das alles wird nicht nur in Worten erzählt. „Die Hauptsache des Abends ist die Musik“, sagt Ulrike Schubach, die den Chor seit zehn Jahren leitet. Insofern singt der Chor viele alte und neue Lieder, einige gemeinsam mit den Ehemaligen: Da ist die Bühne proppenvoll.

Auch Ulrike Schubach erhält viel Lob. „Ihre Schüler verehren sie und gehen für sie durchs Feuer“, lobt Direktorin Schippers. Skeptiker, die fürchteten, die junge Frau würde die großen Fußstapfen von Hans-Peter Schurz nicht ausfüllen können, verstummten rasch. Auch heute noch vertritt der Chor Brandenburg beim Deutschen Chorfest, bei „Jugend musiziert“ auf Bundesebene. Er wirkt in Produktionen der Kammeroper Rheinsberg mit und trägt auf Touren den Ruf Neuruppins in die Welt. Er erfreut auch daheim – etwa zur alljährlichen Adventsgala oder zum Weihnachtsoratorium. „Der Chor vermochte es zu jeder Zeit, Begeisterung fürs gemeinsame Singen zu wecken. Er legt Grundlagen und formt den Charakter“, so Borgmann, der Schurz durchs Weihnachtsoratorium kennengelernt hat. Erkenntnis: „Ein gesundes Maß an Strenge tut keinem weh.“ Gelächter.

Seit zehn Jahren leitet Ulrike Schubach den Traditions-Chor

Schurz selbst ist gerührt. „50 Jahre – da steckt viel drin. Es ist ja auch mein 50-jähriges Dirigenten-Jubiläum“, sagt er. „Ich freue mich, viele bekannte Gesichter zu sehen. Und ich freue mich, dass es den Chor noch gibt. Ein großes Kompliment an Ulrike Schubach.“

Von Regine Buddeke

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