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Ostprignitz-Ruppin 500 Eier rollen um die Wette
Lokales Ostprignitz-Ruppin 500 Eier rollen um die Wette
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00:17 31.03.2016
Jeder der 168 Teilnehmer konnte drei Eier den Osterberg hinabrollen lassen. Quelle: Christian Bark
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Zaatzke

Der Wettergott war den Zaatzkern bei ihrer 25. Ostereiertrudel-Meisterschaft am Sonntag gewogen – Erst nachdem das letzte Ei den Abhang hinunter gerollt war und die Sieger geehrt wurden, fielen die ersten Regentropfen vom Himmel.

„Wir hatten auch schon im Schnee getrudelt“, erinnerte sich Thomas Lipinski vom Verein Landleben Zaatzke, der die Veranstaltung am Ostersonntag mit auf die Beine gestellt hatte, an vergangene Meisterschaften. Die seien übrigens immer richtig gut besucht gewesen, wie Lipinski bemerkte.

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Der Spaß und die Geselligkeit stehen beim Ostereiertrudelm im Vordergrund. Wie weit ein Ei kommt, ist oft Glückssache.

So auch in diesem Jahr, 168 Teilnehmer ließen jeweils drei Eier nacheinander den Osterberg hinunterrollen. Getrudelt wurde in drei Altersklassen. Die Jüngsten, zwischen null und zehn Jahren, trudelten auf einer gesonderten Bahn.

Kampfrichter brauchen starke Beine

Hier waren der 14-jährige Lennart Malitius und sein 15-jähriger Kumpel Torben Winter als Kampfrichter ständig am Nachmessen. Über ein Walkie-Talkie gaben sie die Ergebnisse an den Schriftführer durch. „Ich hatte nie Glück beim Trudeln“, erinnerte sich Torben. Darum probiere er sich in diesem Jahr mal als Kampfrichter aus. „Das geht schon ganz schön auf die Beine und auf die Puste“,gestand Lennart ein. Aber Spaß mache es allemal.

Am Hügel, wo die Elf- bis 16-jährigen sowie die Erwachsenen trudelten, ging Marco Lewandrowski auf und ab, um die Weiten zu messen. Als vor 24 Jahren die ersten großen Eiertrudelmeisterschaften in Zaatzke stattfanden, hatte er schon mitgemacht. „Einmal bin ich auch Sieger geworden“, erinnerte er sich an seine Zeit als aktiver „Trudler“. Danach habe der regelmäßig dem Messteam angehört. „Vielleicht schaffe ich es ja, nachher noch mitzutrudeln“, sagte Lewandrowski.

Neben dem großen Spaß und dem Beisammensein mit Freunden und Familie hatte die Veranstaltung auch einen gemeinnützigen Zweck, wie Thomas Lipinski informierte. Die seit 2015 erhobenen Teilnahmegebühren von einem Euro sollen der Anschaffung eines Spielplatzgerätes zugute kommen. „Das soll dann am Schlossplatz vor der Kita stehen“, kündigte er an. Dann musste sich Lipinski sputen. Die letzten Eier waren gerollt, die Listen mussten ausgewertet und die Sieger geehrt werden.

Dazu kam auch Kampfrichter Marco Lewandrowski vom Hügel hinzu. Tatsächlich hatte er es zuvor noch geschafft, mitzutrudeln. „War aber nicht so doll“, sagte er enttäuscht. Seine neun Meter konnten mit dem diesjährigen Spitzenwert von 40,80 Metern zwar nicht mithalten. „Aber im nächsten Jahr gehts weiter“, freute er sich auf die Zukunft.

Trudelsieger 2016

Lena Trapp belegte in der Altersklasse (AK) bis 10 Jahre den ersten Platz mit einer Weite von 31,20 Metern.

Tim Gäßlers Sieger-Ei in der AK 11 bis 16 trudelte 37,60 Meter weit.

Lars Wolkentin aus Hamburg siegte in der Altersklasse ab 17 Jahren. Sein Ei trudelte 40,80 Meter weit.

Arlett Klemms Ei trudelte vor 17 Jahren 48,40 Meter weit. Das ist bislang der Rekord in Zaatzke.

Von Christian Bark

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