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52 Schüler auf Gedenkfahrt

Belower Wald 52 Schüler auf Gedenkfahrt

Eine Radtour führte Jugendliche aus Prtzwalk und Wittstock am Freitag ins Todesmarschmuseum bei Below. Diese jährlichen Gedenkfahrten haben längst Tradition. Sie sollen mahnende Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus sein.

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Nach der Ankunft gab es für die Schüler einen Imbiss.

Quelle: Björn Wagener

Belower Wald. 52 Schüler besuchten am Freitag das Todesmarschmuseum im Belower Wald bei Wittstock. 39 Zehntklässler aus Pritzwalk und 13 Schüler der 9. Klasse des Städtischen Gymnasiums Wittstock nahmen an einer Radtour teil, die längst zur Tradition geworden ist. Jedes Jahr führt sie Schüler an diesen Schauplatz nationalsozialistischer Verbrechen und orientiert sich dabei an der Todesmarsch-Route.

Gleichzeitig sind diese Fahrten eine mahnende Erinnerung an den Brandanschlag auf die Gedenkstätte im September 2002. Er hatte den Impuls für die Gedenkfahrten gegeben, die vom Präventionsrat gegen Fremdenfeindlichkeit der Stadt Pritzwalk organisiert werden. Die erste fand am 5. September 2003 statt.

Persönliches Gespräch mit einem Zeitzeugen entfiel

Nach einem Imbiss direkt nach der Ankunft sahen sich die Schüler den anderthalbstündigen Film „Ein Weg, 1000 Schicksale an“, den Schüler des Oberstufenzentrums in Oranienburg vor einigen Jahren produziert haben. Darin kommen auch Zeitzeugen zu Wort – unter anderem Henry Schwarzbaum, der in Auschwitz, in verschiedenen Außenlagern und im KZ Sachsenhausen inhaftiert war und den Todesmarsch 1945 überlebte. Er sollte ursprünglich persönlich mit den Schülern im Belower Wald ins Gespräch kommen, hatte aber aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

Die Jugendlichen sahen sich im Außenbereich der Gedenkstätte um, jenem Wald, in dem im April 1945 rund 16 000 Häftlinge ohne Unterkunft und Versorgung lagerten. Noch heute zeugen Einritzungen in den Bäumen von dieser Zeit. Gedenkstättenleiterin Carmen Lange führte die Jugendlichen herum und erklärte ihnen Hintergründe und Zusammenhänge.

Von Björn Wagener

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