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600 Besucher in einer Stunde bei der Jobstart

Kyritz 600 Besucher in einer Stunde bei der Jobstart

Besonders herzlich empfangen worden sei die Jobstart in diesem Jahr wieder in Kyritz, sagte der Mike Blechschmidt, Sprecher des Fördervereins Wachstumskern Autobahndreieck – zudem informierten sich trotz bestem Badewetter bereits in der ersten Stunde 600 Besucher bei über 90 Ausstellern.

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Die Kommunalverwaltungen aus dem Kleeblatt traten nicht nur mit einem Gemeinschaftsstand, sondern auch im grünen Kleeblatt-Look auf.

Quelle: Claudia Bihler

Kyritz. Trotz bestem Badewetter verzeichneten die über 90 Aussteller bei der Jobstart-Messe bereits nach einer Stunde über 600 Besucher: Junge Leute wollten sich diesmal in Kyritz über ihre beruflichen Chancen in der Region informieren und Studienoptionen erkunden. Dass dennoch vermutlich nicht ganz so viele Besucher wie in den vergangenen Jahren gekommen waren, ist für Mike Blechschmidt, Sprecher des Fördervereins Wachstumskern Autobahndreieck, ganz natürlich: „Kyritz ist die kleineste Stadt im Jobstart-Verbund.“ Dafür freute sich der Jobstart-Organisator über die beste Unterstützung: „Wir werden hier regelmäßig unglaublich freundlich empfangen und die Unterstützung der Kyritzer Hausmeister ist bemerkenswert.“

Der Achtklässler Marian hatte bereits im Vorfeld seinen Messebesuch geplant

Der Achtklässler Marian hatte bereits im Vorfeld seinen Messebesuch geplant. Er interessiert sich für technische Berufe.

Quelle: Claudia Bihler

Nicht nur deshalb konnte auch Nora Görke, Bürgermeisterin von Kyritz, ihren Jobstart-Eindruck zunächst auf einen kleinen Nenner bringen: „Ich bin begeistert, dass so viele Interessierte gekommen sind.“ Schließlich benötigen auch die Kyritzer Betriebe Nachwuchs für die Zukunft. „Die Rückmeldung war positiv.“ Insbesondere beim Landesbetrieb Straßenwesen zeigte man sich zufrieden über das Interesse der jungen Leute. Aber auch bei der Firma Emsland-Stärke herrschte reger Besuchsverkehr. Görke: „Viele junge Leute kamen aus den achten Klassenstufen und schauten sich zunächst einmal nach einem Praktikumsplatz um. Deshalb sollten sich die Betriebe noch mehr als bisher bemühen, solche Praktikumsplätze anzubieten. das ist zwar Arbeit, aber so kann man künftige Auszubildende für sich interessieren und an sich binden.“ Praktika sind auch bei der Stadt Kyritz möglich. Bei der Jobstart waren die Verwaltungen aus dem Kleeblatt mit einem Gemeinschaftsstand vertreten.

Volles Haus im Kulturhaus Kyritz

Volles Haus im Kulturhaus Kyritz.

Quelle: Bihler

Landrat Ralf Reinhardt blieb während der gesamten Messe vor Ort: „Es wurde Zeit, dass die Jobstart wieder in Kyritz ist, hier besteht ein hoher Bedarf bei den Betrieben, aber auch die Arbeitslosenquote ist höher.“

Der Schirmherr der diesjährigen Jobstart, Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske, stellte zur Jobstart ein Ausbildungsprogramm in Aussicht, mit dem Förderschülern der Weg in den Beruf vereinfacht werden soll. Ihnen soll ermöglicht werden, die neunte Klasse zweimal zu absolvieren, so dass sie eine einfache Berufsbildungsreife erreichen können. Blechschmidt wertet das positiv: „Uns fehlt nicht nur qualifiziertes Personal, sondern inzwischen vor allem auch die Fachkräfte, die auch mal die Schippe in die Hand nehmen möchten.“ Ein Problem, das vor allem auch das Handwerk betrifft, sagte Kirsten Gmirek von der Kreishandwerkerschaft: „Eigentlich benötigen wir 90 Maurerlehrlinge in der Prignitz, bisher haben wir drei unter Vertrag.“

Von Claudia Bihler

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