Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
725-Jahrfeier lockt 250 Gäste

Blesendorf 725-Jahrfeier lockt 250 Gäste

Blinde konnten wieder sehen, Lahme wieder gehen – vor 330 Jahren soll Blesendorf Dank seines „Wunderbaumes“ ein wahrer Kurort gewesen sein. Bis ihn der Große Kurfürst 1683 fällen ließ. Diese Geschichte führten die Blesendorfer zu ihrer 725-Jahrfeier am Samstag ihren gut 250 Gästen vor. Neben dem Historienspektakel gab es noch weitere Höhepunkte für das Publikum.

Blesendorf 53.21007 12.3464649
Google Map of 53.21007,12.3464649
Blesendorf Mehr Infos
Nächster Artikel
Festgottesdienst in der Klosterkirche.

Kam gut beim Publikum an: Das Stück „Der Wunderbaum“, bei dem die Dorfbewohner ins 17. Jahrhundert zurückgereist waren.

Quelle: Christian Bark

Blesendorf. Genau so hatte es sich Blesendorfs Ortsvorsteher Wolfram Hlouschek vorgestellt: Seine Blesendorfer feiern gemeinsam mit angereisten Gästen den 725. Geburtstag des Ortes und das friedlich und zahlreich. „Wir haben aber auch viel Energie und Geld in die Veranstaltung investiert“, verwies er am Samstag auf das Engagement vieler Dorfbewohner und Vereine, allen voran der Blesendorfer Kegelsportverein.

Dessen Vorsitzende, Ramona Pomerneke, freute sich besonders darüber, dass das von den Blesendorfern einstudierte Stück „Der Wunderbaum“ so gut bei den gut 250 Besuchern angekommen war. „Unsere Vereinsmitglieder sind immer mal wieder bei kleineren Anlässen als Theatergruppe aktiv geworden“, sagte sie. Aber vor so einem großen Publikum mit einem auf zum Teil historischen Tatsachen basierenden Stück sei das schon eine besondere Herausforderung gewesen.

aecae16c-4c04-11e6-b356-67b66592a834

An die 250 Besucher bekamen zur 725-Jahrfeier einiges in Blesendorf geboten. So sahen sie das Stück vom „Wunderbaum“, der bis 1683 tatsächlich in dem Ort existiert haben soll.

Zur Bildergalerie

Doch auch diese meisterten die Laiendarsteller kreativ und mit viel Humor. So wurde Hlouschek, der den Knecht Christian darstellte, beim Durchkriechen durch die Äste des Baumes plötzlich von allen Wehwehchen geheilt, Junker Ingo konnte wieder sehen und der Bursche Jens alterte entgegen seines eigentlichen Wunsches, wieder 20 zu sein, gewaltig.

Bauchredner Eddy mit Strauß Angie

Bauchredner Eddy mit Strauß Angie.

Quelle: Christian Bark

Dem Spuk ein Ende setzte, wie in historischen Unterlagen vermerkt, der Große Kurfürst, der den Baum 1683 fällen ließ. „Wir haben nicht so viele Besonderheiten in unserer Geschichte“, erklärte Hlouschek. Da sei der Wunderbaum, der, anders als behauptet, nicht auf Zaatzker sondern auf Blesendorfer Gemarkung wuchs, eine faszinierende Geschichte.

Wie auf jedem Dorffest sorgten die Blasmusiker der „Böhmischen Knödel“ für gute Stimmung. Auch Bauchredner Eddy Steinfatt rief mit Puppen wie „Überraschungsstrauß“ Angie viele Lacher hervor. Zum Beispiel, als er die Gemeinsamkeiten zwischen Politikern und Tauben erklärte. Die würden den Leuten am Boden nämlich aus der Hand fressen, diesen aber, einmal abgehoben im Himmel, auf den Kopf „scheißen“. An Tafeln sowie im Dorfmuseum konnten sich Gäste über die Ortsgeschichte informieren.

„Sehr gut organisiert“, lobte der Wittstocker Karl-Otto Kaschull das Fest. Auch Marco Welte aus Heiligengrabe freute sich über die vielen Besucher. „Es ist schön, dass so viele Blesendorfer gemeinsam mit Gästen von außerhalb friedlich beisammen sitzen und gemeinsam feiern“, sagte er.

Von Christian Bark

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg