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Ostprignitz-Ruppin 725-Jahrfeier lockt 250 Gäste
Lokales Ostprignitz-Ruppin 725-Jahrfeier lockt 250 Gäste
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00:17 20.07.2016
Kam gut beim Publikum an: Das Stück „Der Wunderbaum“, bei dem die Dorfbewohner ins 17. Jahrhundert zurückgereist waren. Quelle: Christian Bark
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Blesendorf

Genau so hatte es sich Blesendorfs Ortsvorsteher Wolfram Hlouschek vorgestellt: Seine Blesendorfer feiern gemeinsam mit angereisten Gästen den 725. Geburtstag des Ortes und das friedlich und zahlreich. „Wir haben aber auch viel Energie und Geld in die Veranstaltung investiert“, verwies er am Samstag auf das Engagement vieler Dorfbewohner und Vereine, allen voran der Blesendorfer Kegelsportverein.

Dessen Vorsitzende, Ramona Pomerneke, freute sich besonders darüber, dass das von den Blesendorfern einstudierte Stück „Der Wunderbaum“ so gut bei den gut 250 Besuchern angekommen war. „Unsere Vereinsmitglieder sind immer mal wieder bei kleineren Anlässen als Theatergruppe aktiv geworden“, sagte sie. Aber vor so einem großen Publikum mit einem auf zum Teil historischen Tatsachen basierenden Stück sei das schon eine besondere Herausforderung gewesen.

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An die 250 Besucher bekamen zur 725-Jahrfeier einiges in Blesendorf geboten. So sahen sie das Stück vom „Wunderbaum“, der bis 1683 tatsächlich in dem Ort existiert haben soll.

Doch auch diese meisterten die Laiendarsteller kreativ und mit viel Humor. So wurde Hlouschek, der den Knecht Christian darstellte, beim Durchkriechen durch die Äste des Baumes plötzlich von allen Wehwehchen geheilt, Junker Ingo konnte wieder sehen und der Bursche Jens alterte entgegen seines eigentlichen Wunsches, wieder 20 zu sein, gewaltig.

Dem Spuk ein Ende setzte, wie in historischen Unterlagen vermerkt, der Große Kurfürst, der den Baum 1683 fällen ließ. „Wir haben nicht so viele Besonderheiten in unserer Geschichte“, erklärte Hlouschek. Da sei der Wunderbaum, der, anders als behauptet, nicht auf Zaatzker sondern auf Blesendorfer Gemarkung wuchs, eine faszinierende Geschichte.

Wie auf jedem Dorffest sorgten die Blasmusiker der „Böhmischen Knödel“ für gute Stimmung. Auch Bauchredner Eddy Steinfatt rief mit Puppen wie „Überraschungsstrauß“ Angie viele Lacher hervor. Zum Beispiel, als er die Gemeinsamkeiten zwischen Politikern und Tauben erklärte. Die würden den Leuten am Boden nämlich aus der Hand fressen, diesen aber, einmal abgehoben im Himmel, auf den Kopf „scheißen“. An Tafeln sowie im Dorfmuseum konnten sich Gäste über die Ortsgeschichte informieren.

„Sehr gut organisiert“, lobte der Wittstocker Karl-Otto Kaschull das Fest. Auch Marco Welte aus Heiligengrabe freute sich über die vielen Besucher. „Es ist schön, dass so viele Blesendorfer gemeinsam mit Gästen von außerhalb friedlich beisammen sitzen und gemeinsam feiern“, sagte er.

Von Christian Bark

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