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Ostprignitz-Ruppin 7500 Hinweise zum Bau neuer Windräder
Lokales Ostprignitz-Ruppin 7500 Hinweise zum Bau neuer Windräder
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02:15 23.12.2017
In der Region stehen schon rund 1000 Windräder, einige davon bei Kränzlin (Foto). Doch es sollen noch mehr gebaut werden. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Im Frühjahr könnte alles geregelt sein. Dann soll endgültig feststehen, in welchen Regionen in den Kreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel sogenannte Eignungsgebiete zum Bau von Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Doch bis dahin ist noch Einiges zu tun. Rund 7500 Hinweise müssen in den nächsten Wochen und Monaten ausgewertet werden, sagte Ansgar Kuschel, der Leiter der regionalen Planungsstelle, am Dienstag bei der Versammlung der 32 Regionalräte im Neuruppiner Oberstufenzentrum.

Den Planern kommt eine „Schiedsrichterfunktion“ zu, wieder einmal. Denn für jedes der 34 Eignungsgebiete, die im zweiten Entwurf des Windplanes festgehalten sind, gibt es sowohl Befürworter als auch Gegner. Während in vielen Gebieten Anwohner und Initiativen Sturm laufen gegen noch mehr und noch höhere Windräder, wollen viele Windkraftfirmen, dass noch größere Eignungsgebiete ausgewiesen werden.

Vorgabe des Landes wird verfehlt

Auch das Land hat sich zu dem Entwurf des neuen Regionalplanes Wind im Nordwesten der Mark geäußert. Einzelheiten wollte Kuschel am Dienstag zwar nicht nennen. Klar ist aber inzwischen, dass das Wirtschaftsministerium akzeptiert hat, dass die Region die Vorgabe, zwei Prozent der Fläche neu für alternative Energien auszuweisen, verfehlt wird. In dem Entwurf wird lediglich eine Fläche von 1,5 Prozent ausgewiesen. In dieser Zahl sind aber die Flächen nicht enthalten, auf denen sich bereits rund 1000 Windräder in der Region drehen. Einige von ihnen müssen immer öfter stehen bleiben, weil das Leitungsnetz zu schwach ist, um den Strom abzunehmen. Auch deshalb ist die Akzeptanz für die Energieriesen in der Region deutlich gesunken.

Beachten müssen die Planer auf jeden Fall die Hinweise, die aus dem Umweltministerium kommen und die den Trinkwasser- sowie den Artenschutz betreffen. Mit einer deutlichen Änderung von Eignungsgebieten ist jedoch nicht zu rechnen, hieß es bei der Regionalversammlung. Zum Ärger von Thomas Voigt wird es wohl auch keine größere Abstandsregelung für die 23 geplanten Windräder geben, die zwischen Rohrlack und Vichel geplant sind – und wohl jeweils 240 Meter groß werden. Voigt, der Regionalrat und Bürgermeister der Gemeinde Temnitztal ist, zu der Rohrlack und Vichel gehören, hatte auf einen Mindestabstand von 3000 Metern gedrängt, zum Schutz der Menschen mit Behinderungen, die in den sozialtherapeutischen Einrichtungen in Rohrlack und Vichel arbeiten. Menschen mit Behinderung reagierten besonders sensibel auf die Geräusche der Rotoren und das nächtliche Blinken der Windräder, sagte Leonhard Schuster, der seit 17 Jahren für die Hausleitung der Einrichtung in Rohrlack verantwortlich ist.

Besserer Schutz für Rohrlack abgelehnt

Trotz dieser Einwände lehnten die Regionalräte einen besonderen Schutz für Rohrlack ab. Lediglich fünf waren dafür, 15 dagegen, drei enthielten sich der Stimme. Zuvor hatte der Chefplaner Kuschel darauf verwiesen, dass sich die Einrichtungen in einem sogenannten Mischgebiet befinden und für diese auch aus Sicht des Immissionsschutzes ein Mindestabstand von 1000 Metern ausreichend sei.

Ob es bei dem Nein zu Rohrlack bleibt, müssen die Regionalräte im Frühjahr entscheiden, wenn der gesamte Entwurf des Windplanes verabschiedet werden soll. Spätestens dann soll es auch eine ausführliche Erklärung der Planer geben, warum dem Drängen aus der Gemeinde Temnitztal nicht stattgegeben werden könne.

Von Andreas Vogel

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