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Ostprignitz-Ruppin 800 Sänger beim Chorfest in Rheinsberg
Lokales Ostprignitz-Ruppin 800 Sänger beim Chorfest in Rheinsberg
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00:32 16.09.2015
Unter den Augen der Sphinx: die Chorgemeinschaft Eichwalde. Quelle: Regine Buddeke
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Rheinsberg

Es ist ein Wandelkonzert der besonderen Art. Für Zuhörer und Akteure gleichermaßen. Durch den Rheinsberger Schlosspark wandeln Grüppchen, viele von ihnen mit gleichfarbigen Halstüchern oder Oberteilen – keine Uniform, sondern Auftrittskleidung. Gemeinsames Singen macht Spaß. Noch mehr Spaß unter freiem Himmel. Und wenn die prächtige Kulisse des Schlossparks von Kaiserwetter gekrönt wird, ist das für Fans der Gipfel des Genusses.

Erstmals wurde die Fritz-Höft-Medaille verliehen

800 Sänger aus 28 Chören haben sich am Sonnabend in Rheinsberg zum 13. Brandenburger Chorfest getroffen. „Singen macht Spaß“ steht auf den T-Shirts des Veranstalters, des Brandenburgischen Chorverbandes, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Bei der morgendlichen Festveranstaltung wurde erstmals die Fritz-Höft-Medaille verliehen, in Erinnerung an den Gründungspräsidenten. Nachmittags verstreuen sich die Chöre über die sechs Bühnen. Auf dem Schlosshof erklingt gerade das Bläser­ensemble der Kreismusikschule Prignitz, daneben machen sich die Jüngsten fertig. Der Kinder- und Jugendchor Eichwalde ist der einzige junge Chor beim Treffen. Die sechsjährige Lea umklammert Maskottchen Fritz, einen Plüsch-Elch.

Der Schlosspark bot eine idyllische Kulisse für das großangelegte Wandelkonzert. Quelle: Regine Buddeke

Für die Kinder ist es spannend in Rheinsberg: „Dass man auf der Bühne steht, ist toll“, sagt Lea. „Die Gänge sind cool“, ergänzt Johanna, die das Heckentheater schon erkundet hat. Dann geht es auf die Bühne: „Hejo, spann den Wagen an“, eröffnen die jungen Sänger und beziehen das umstehende Publikum mit ein. Das besteht zu großen Teilen aus den Chören, die gerade keinen Auftritt haben oder Angehörigen. Kein Wunder, dass eifrig mitgesungen wird. Nur ein paar Meter weiter an der Sphinxtreppe leuchtet es rot: Der Frauenchor aus Müllrose gibt ein Ständchen. Wer weiterwandert, kann im Heckentheater den Bernauer Sängern lauschen, bevor er zu den Weinbergtreppen weiterwandelt. „Die Musik erfüllt die Welt“ schmettern die Sänger des Forstchores „Silvanus“ Eberswalde. Ähnlich klingt es auch im Salon am Rondell.

Vor allem älteren Besuchern mangelt es an Sitzgelegenheiten

Lauschig wird es an der Feldsteingrotte, wo sich der Volkschor Brandenburg verausgabt. Auf dem Rasen, auf Steinen, Treppen, Balustraden oder großen Wurzeln lagern die Zuhörer. Das ist das große Manko des Festes – die Sitzgelegenheiten sind rar. Lediglich ein paar Bierbänke auf dem Schlossplatz gibt es – und die sind durchweg eng besetzt. Für die vielen Sänger und Zuhörer älteren Semesters, die den ganzen Tag zugange sind, eine nicht so erquickliche Tatsache. „Wir sind ja nun keine 20 mehr. Und auch nicht beim Rock-Festival“, bringt es Jürgen Hasenbein vom Möhringchor auf den Punkt.

Dennoch haben die Alt Ruppiner noch genügend Kraft, beim Abschlusskonzert das Finale zu schmettern. Zuvor singen die Finsterwalder. „Wir sind die Sänger von Finsterwalde – wir leben und sterben für den Gesang.“ Da kennen die Möhring-Mannen nichts, es wird mitgesungen – ob man aus Finsterwalde stammt oder nicht. Dem Publikum geht’s ähnlich. Es stimmt mit ein.

Von Regine Buddeke

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