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Ostprignitz-Ruppin 915 Kilometer Radtour in zehn Tagen
Lokales Ostprignitz-Ruppin 915 Kilometer Radtour in zehn Tagen
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00:17 03.09.2016
Detlef Beuß, Stephan Köhring und Peter Lehmann Eschenhorn beim Start in Tschechien. Quelle: Privat
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Wittstock

„Ich wollte einfach wieder mal etwas machen.“ Wenn
Extremsportler wie Detlef Beuß aus Wittstock beiläufig diesen Satz aussprechen, führen sie schon längst wieder ein Abenteuer im Schilde. Dann gewann er seine Freunde Peter Lehmann-Eschenhorn und Stephan Köhring vom Laufclub (LC) Dosse für eine besondere Radtour: Die drei Musketiere legten innerhalb von zehn Tagen eine Strecke von 915 Kilometer von Zebrak in Tschechien bis in ihre Heimatstadt zurück. In der vergangenen Woche passierten sie wieder das Ortseingangsschild von Wittstock.

Doch der Reihe nach: Detlef Beuß machte sich Anfang des Jahres beim Stern-TV-Finale „Wer ist so hart wie Joey Kelly?“ einen Namen (die MAZ berichtete). Beim Wildnislauf durch Tansania in Afrika brach in ihm eine alte Leidenschaft auf. „Ich habe dort wieder gemerkt, wie schön es ist, unterwegs zu sein und dabei auch im Zelt zu übernachten“, sagt der 50-Jährige. Im Juni stellte er dann Peter Lehmann-Eschenhorn seine Idee vor, mit dem Rad von Zebrak nach Wittstock zu fahren. „Du bist ja verrückt“, erinnert sich dieser an seine erste Reaktion. Doch drei Tage später wendete sich das Blatt. „Ich habe Detlef gefragt, ob ich mitfahren darf“, so der 68-jährige Lehmann-Eschenhorn. Dritter und mit 49 Jahren jüngster im Bunde war Stephan Köhring.

Immer in freier Natur übernachtet, hier an der Elbe. Quelle: Privat

Beuß kümmerte sich um die Logistik. Peter Lehmann-Eschenhorn schlüpfte in die Rolle eines konservativen Routenplaners und stellte das Kartenmaterial zusammen. „Stephan Köhring übernahm die Rolle des Spaßvogels“, so Lehmann-Eschenhorn. Die eigentliche Herausforderung: Detlef Beuß hatte den Ehrgeiz, dass bis auf Prag alle Übernachtungen in freier Wildbahn erfolgen. Das schafften sie. „Ich wollte einfach mal meine Ruhe haben und weder Campingplatz noch Pension ansteuern“, gesteht er. Dabei ging es ihm nur darum, „alleine zu sein.“

Nach zehn Tagen im Ziel. Detlef Beuß fotografierte Stephan Köhring (l.) und Peter Lehmann-Eschenhorn. Quelle: Privat

Am Sonntag, 14. August, fiel der Startschuss für den Crosslauf in Zebrak (siehe Infokasten). Beuß und Köhring liefen dort mit. Einen Tag später schwangen sich alle drei auf ihre Rennräder und traten in die Pedalen. Jede der zehn Etappen umfasste 90 Kilometer „Oh, die Berge – vor Prag war es wirklich schrecklich“, erinnert sich Peter Lehmann-Eschenhorn. Steigungen von bis zu zehn Prozent gehörten zunächst zum Alltag. „Die 25 Kilogramm Gepäck zogen das Rad immer nach hinten“, sagt er. Auch die zwölf Kilometer lange Fahrt durch Prag hatte es in sich. „Kopfsteinpflaster und Straßenbahnen hatten es in sich“, sagt Beuß.

Doch alle drei meisterten die Tour als durchtrainierte Sportler. Zelten direkt an der Elbe mit herrlichen Morgenstimmungen, Dessau bleibt als Station mit Gewitter in Erinnerung oder bei Schmilka im Elbsandsteingebirge campierten sie zehn Meter von der Bahn entfernt. In Riesa brach eine Radspeiche bei Stephan Köhring. Das Gepäck war einfach zu schwer - beim Auto wäre das ein klassischer Achsenbruch. „Viele Leute sind auf dem Elberadweg unterwegs, doch wie wir übernachtet haben, ist wohl schon die Ausnahme“, so Detlef Beuß und Peter Lehmann-Eschenhorn.

Partnerschaft mit Zebrak

Zu DDR-Zeiten bestand zwischen Wittstock und Zebrak (heutiges Tschechien) eine offizielle Städtepartnerschaft.

Seit den 1990er Jahren werden die Bande zwischen den Städten auf privater Ebene weiter geknüpft.

Jahr für Jahr fahren Mitglieder vom Laufclub Dosse nach Zebrak und gehen dort beim Crosslauf über 10 oder 25 Kilometer an den Start.

Im Gegenzug beteiligen sich Läufer aus Zebrak regelmäßig beim Heidelauf in Wittstock. cmr

Von Christamaria Ruch

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