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95 Prozent für Jan Redmann

Kreis-CDU in Ostprignitz-Ruppin bestätigt ihren Vorsitzenden 95 Prozent für Jan Redmann

Die kräftige Schelte der rot-roten Landesregierung hat sicherlich mit zu diesem sehr deutlichen Ergebnis beigetragen: Mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung hat die Kreis-CDU Jan Redmann für zwei weitere Jahre als Vorsitzenden gewählt. Nur mit einem Trick konnte dagegen die Wahl der Delegierten für die Landesparteitage durchgeführt werden..

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Jan Redmann

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Mit überwältigender Mehrheit hat die Kreis-CDU am Sonnabend Jan Redmann für zwei weitere Jahre als Vorsitzenden bestätigt. Der 33-jährige Jurist aus Wittstock, der keinen Gegenkandidaten hatte und zugleich einer von vier Vize-Chefs der Landes-CDU ist, erhielt 95 Prozent der Stimmen. Es gab nur eine Gegenstimme sowie eine Enthaltung.

Redmann hatte zuvor die rot-rote Landesregierung heftig kritisiert. Diese komme ihrer Verpflichtung nicht nach, die Landesstraßen in Ordnung zu halten. Die Folgen müssten die Menschen vor Ort ausbaden, etwa in Schweinrich. Dort gebe es „faustgroße Risse an alten Bauernhäusern“, sagte Redmann. Sogar Giebel drohten wegen der ständigen Erschütterungen durch den Schwerlastverkehr einzustürzen. Gleichwohl gebe es weder Geld für den vernünftigen Ausbau der Straße noch ein Fahrverbot für Brummifahrer. Zwar hätten die Landtagsabgeordneten Ina Muhß (SPD) und Dieter Groß (Linke) den Bürgern in Schweinrich versprochen zu helfen, doch Zählbares sei nicht herausgekommen, so Redmann. Muhß habe lediglich mitgeteilt, dass das Land nur noch zwölf Millionen Euro für die Sanierung seiner Straßen habe statt zuvor
80 Millionen Euro.

„Mit dem Geld, was Muhß und Groß als Abgeordnete kosten, wären wir mit der Ortsdurchfahrt schon fast fertig“, tönte Redmann. Und verwies darauf, dass die CDU 50 Millionen Euro für den Ausbau der schlimmsten Straßen in der Mark bereitstellen will. Die 50 Millionen wollen die Christdemokraten von den Steuermehreinnahmen des Landes nehmen. „Die Region hat es verdient, besser in Potsdam vertreten zu sein als bisher“, so Redmann. Der 33-Jährige will im Herbst 2014 das Direktmandat für den Landtag im Bereich Wittstock, Kyritz, Pritzwalk holen. Das hatte 2009 Dieter Groß errungen. Der Linke ist 64 und will sein Mandat verteidigen.

Ein ausnahmslos positives Bild zeichnete Redmann zur Arbeit der CDU im Landkreis. Die Kreistagsfraktion unterstütze den Landrat Ralf Reinhardt (parteilos) in vielen Punkten, etwa bei der Stärkung der Pro-Klinik-Holding. Zudem sei Kreistagspräsident Sven Deter Parteimitglied geworden. Zu den Querelen der Rheinsberger CDU mit Frank-Rudi Schwochow, der eine eigene Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung gegründet hat, sagte Redmann indes kein Wort. Kritik äußerte einzig Erich Kuhne – weil der Rheinsberger Stadtverband den Neuruppiner Sebastian Steineke beim Bundestagswahlkampf nicht unterstützt habe. Steineke gewann am 22. September dennoch das Direktmandat.

Zu einem Trick musste die CDU am Sonnabend bei den Wahlen der Delegierten für die Landesparteitage greifen: Eigentlich sollen ein Drittel der Delegierten Frauen sein. Mangels Bewerberinnen wurde aber gleich der zweite Wahlgang ausgerufen. Da zählt diese Regel nicht mehr.

Von Andreas Vogel

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