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Ostprignitz-Ruppin A 24 nach Salpetersäure-Unfall wieder frei
Lokales Ostprignitz-Ruppin A 24 nach Salpetersäure-Unfall wieder frei
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18:28 28.03.2018
Die Feuerwehr ist mit Schutzanzügen im Einsatz. Quelle: dpa
Walsleben

Die Autobahn A24 zwischen wischen Neuruppin und Herzsprung bei Walsleben (Ostprignitz-Ruppin) ist wieder frei.

Seit dem späten Montagabend war die Strecke gesperrt, weil aus einem Laster die hochgiftige Salpetersäure gelaufen war.

Die aus der ätzenden Flüssigkeit entstandenen Dämpfe hatten den Sattelzug so schwer beschädigt, dass dieser nicht mehr fahrbereit war. Die Feuerwehr war seit dem Vormittag damit beschäftigt, die gefährliche Chemikalie aus dem Fahrzeug abzupumpen und in einen anderen Laster umzufüllen.

Walsleben, 14. August 2017: Auf dem Rastplatz Walsleben (Ostprignitz-Ruppin) entdeckt der Fahrer ein Leck in seinem Fahrzeug. Der Laster hatte Salpetersäure geladen, ein Tank wurde beschädigt. Die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus.

Der Sattelzug hatte insgesamt 23 Tonnen Salpetersäure geladen. Diese verteilten sich auf zwei Tanks. Aus einem der 11.000 Liter fassender Tank trag die Säure aus einem kaputten Ventil, informierte Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin.

Kontaminierte Fahrbahn muss entfernt werden

Rund 200 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin und aus anderen Regionen des Landes Brandenburg waren im Einsatz. Darunter befand sich auch ein Gefahrgutzug aus dem Potsdamer Bereich. Es war einer der größten Einsätze dieser Art im Land Brandenburg. Die Feuerwehrleute, die am Gefahrguttransporter arbeiten, trugen Chemie-Schutzanzüge und Gasmasken.

Unklar war zunächst, wie viel Salpetersäure ausgetreten und in die Fahrbahn sowie ins Erdreich eingedrungen ist.

Der Tanklaster stand auf der Zufahrt zum Rasthof Walsleben. Der Fahrer hatte das Leck bei seiner Pause am späten Montagabend entdeckt. Wodurch der Tank beschädigt wurde, war am Morgen noch unklar.

Autobahn bleibt bis zum Abend gesperrt

Die A24 gilt mit der sich anschließenden A19 nach Rostock als Hauptstrecke von und zur Ostsee. Über den Tag bildeten sich Staus von bis zu 10 Kilometer Länge.

Am Morgen bildeten sich bereits kilometerlange Staus. Quelle: dpa

Teile der Ortschaft Walsleben evakuiert

Durch die ausgetretene Salpetersäure bildete sich ein Gas, das auch als Wolke zu sehen sei, erklärte Polizeisprecherin Dörte Röhrs. Zwei Wohnhäuser des Ortes Walsleben sowie die Raststätten auf beiden Seiten der Autobahn waren noch in der Nacht evakuiert worden. Zehn Erwachsene und drei Kinder wurden in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde durch die Havarie niemand. Die Familien durften am späten Nachmittag wieder zurück in ihre Häuser.

Salpetersäure wirkt ätzend auf Haut und Atemwege. Es kann zu Geruchsbelästigungen kommen. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen zu schließen.

> So gefährlich ist Salpetersäure

Von MAZonline / Reyk Grunow

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