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A 24 wird ab Frühjahr zur Dauerbaustelle

Nordbrandenburg A 24 wird ab Frühjahr zur Dauerbaustelle

Ab 2018 lässt der Bund die Autobahnen A 24 und die A 10 zwischen Neuruppin bis zum Dreieck Pankow ausbauen. Vier Jahre Bauzeit sind einkalkuliert – und Kosten von rund 1,2 Milliarden Euro. Private Geldgeber sollen das bezahlen. Wer genau, stellt sich in wenigen Tagen heraus.

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In den nächsten Jahren wird die A 24 zwischen Neuruppin und Kremmen zur Dauerbaustelle. Im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen und bis zu vier Jahre dauern.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Noch in diesem Jahr soll sich klären, wer den künftigen Ausbau der Autobahn A 24 zwischen den Abfahrten Kremmen und Neuruppin bezahlen wird. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -baugesellschaft (Deges) sucht im Auftrage des Bundes derzeit private Geldgeber für das Milliardenprojekt. „Die Zuschlagserteilung ist bis Ende dieses Jahres vorgesehen“, bestätigte Deges-Sprecher Lutz Günther auf Nachfrage.

Seit vielen Jahren fordert das Land Brandenburg schon den Ausbau der A 24. Zuständig dafür ist der Bund, der das Projekt auch immer wieder in seinen Bundesverkehrswegeplan geschrieben hat. Trotzdem war lange unklar, woher das Geld für das enorme Vorhaben kommen soll. Bis der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den Ausbau der A 24 bis Neuruppin und den Ausbau des nördlichen Berliner Rings von Dreieck Pankow bis Dreieck Havelland als eines seiner Prestigeprojekte auswählte. Der Bundestag entschied gegen Bedenken des Bundesrechnungshofes, dass der Bau der Autobahn in diesen Bereichen und ihr Betrieb über 30 Jahre durch private Geldgeber bestritten werden sollen. Die Deges, ein Tochterunternehmen des Bundes und der Bundesländer, kümmert sich um die Abwicklung.

Schon vor Monaten hat die Deges die Unterlagen verschickt. Wie viele Interessenten es gab, sagt das Planungsunternehmen nicht. Auch sonst sind zum Verfahren eher wenige Details zu hören.

Die Autobahn wird samt Unterbau völlig neu gebaut

Klar ist dagegen: Auf rund 30 Kilometern soll die A 24 komplett neu gebaut werden. Die bisherige Autobahn wird abgerissen und durch eine neue, zweispurige Fahrbahn samt neuem Unterbau ersetzt. Die Arbeiten beginnen an der Abfahrt Kremmen und enden nördlich der Abfahrt Neuruppin bei Autobahnkilometer 204,7.

„Der Baubeginn soll im Frühjahr 2018 erfolgen“, so Lutz Günther. Den genauen Baustart kann die Deges aber erst nennen, wenn klar ist, welcher Geldgeber den Zuschlag bekommt. Bis zu vier Jahre Bauzeit sind vorgesehen.

Sicher ist schon, dass nicht die gesamte Strecke mit einem Mal erneuert wird. Die Arbeiten erfolgen in Teilstücken. Auf eine Baustelle folgt dabei eine so genannte „Erholungsstrecke“, bevor nach einigen Kilometern die nächste Baustrecke folgt. Die Arbeiten sollen möglichst außerhalb der Berufs- und Ferienzeit erfolgen, heißt es von der Deges. Aber Genaues ist dazu erst im kommenden Jahr zu erfahren.

Breiter wird die A 24 nur zu einem kleinen Teil

Die bisherigen Parkplätze entlang der A 24 bis Neuruppin werden abgerissen. Dafür sind neue Rastplätze mit Toilettengebäuden vorgesehen. Die Raststätte Linumer Bruch bleibt natürlich erhalten und wird auf beiden Seiten der Autobahn um mehr Stellplätze für Lastwagen erweitert. Der Bedarf steigt mit dem wachsenden Lkw-Verkehr auf der A 24 immer mehr; schon jetzt haben Fernfahrer enorme Probleme, genügend Parkplätze zu finden, auf denen sie die vorgeschriebenen Ruhezeiten abwarten können. Die meisten wurden schon in den vergangenen Jahren erneuert. An den Abfahrten Fehrbellin und Neuruppin müssen aber noch neue Überführungen her.

Das Land Brandenburg hatte gehofft, der Bund wird die Autobahn 24 nicht nur neu bauen, sondern dabei auch verbreitern. Daraus wird so nichts. Dass die erhofften sechs Spuren nicht gebaut werden, ist schon länger klar. Zuletzt war von einem extrabreiten Seitenstreifen die Rede, der bei viel Verkehr notfalls als dritte Fahrspur freigegeben werden kann. Doch auch der ist offenbar nur zwischen Kremmen und Fehrbellin geplant. Nur dort werden alle zwei Kilometer entsprechende Tafeln aufgestellt, mit deren Hilfe die Verkehrszentrale in Stolpe bei Berlin den Seitenstreifen öffnen könnte.

Die 30 Kilometer A 10 vom Dreieck Pankow bis Dreieck Havelland werden sechsspurig ausgebaut. Das Bundesverkehrsministerium erwartet für den Ausbau der rund 60 Kilometer Autobahn von Dreieck Pankow bis Neuruppin Kosten von 1,2 Milliarden Euro.

Von Reyk Grunow

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