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Ab Sonnabend dreimal Hengstparade

Neustadt Ab Sonnabend dreimal Hengstparade

Die Vorbereitungen laufen seit Wochen: Ab kommenden Sonnabend, dem 10. September, präsentiert das Neustädter Haupt- und Landgestüt wieder an drei Nachmittagen seine Hengstparaden. 130 Pferde, 80 Gestütsmitarbeiter und viele Gastakteure sind dafür auf den Beinen.

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Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Da denkt man immer, die Pferde im Neustädter Haupt- und Landgestüt hätten so ein ruhiges Leben: gemütlich auf der Weide stehen, futtern und ab und an für Vermehrung sorgen. Von wegen.

Kaum ist die für die Hengste durchaus stressige Decksaison vorbei, steht knallhartes Training an. Zur Hengstparade will man schließlich gut aussehen. Genau das ist nämlich seit alten Zeiten der Sinn dieses Spektakels. „Da hat sich der Bauer im September die Pferde für die nächste Decksaison angeguckt“, erklärt Joerg Menge, Pressesprecher im Haupt- und Landgestüt.

Die Gestüter und ihre Tiere wollen bei der Gelegenheit nicht nur optisch, sondern natürlich auch in Sachen Ausbildung punkten. Die Pferde werden zeigen, wie sie sich unterm Sattel und in der Gruppe benehmen. Das Reiten im Schaubild, in der Quadrille, ist eine besondere Herausforderung. „Das sind ja 24 Reiter und Pferde“, sagt Joerg Menge. Jedes Mal kämen neue dazu und müssen integriert werden. „Da wir jetzt geprüft, ob die jungen Reiter und auch die Pferde die nötige Nervenstärke haben.“ Jeden Tag werde derzeit geritten und geübt. „Man kann sich ja vorstellen, dass die jungen, testosterongeplagten Hengste das erstmal wieder lernen müssen, schön nebeneinander zu gehen.“

Und für die Mutterstuten sei es ganz ähnlich. Nicht in allen Fällen sind die Fohlen bereits abgesetzt. „Man will aber zeigen, dass das nicht nur gute Mütter sind, sondern auch gute Reit- und Fahrpferde.“

Die Neustädter Hengstparaden sind natürlich längst über die reine Zuchtschau hinausgewachsen. Die Gestüte werden am 10., 17. und 24. September alles aufbieten, was Beine hat. Das heißt: rund 130 Pferde, 80 Mitarbeiter und Auszubildende, die Schüler des Neustädter „Reitens in der Schule“ und natürlich viele Gäste.

Talentiert sind sie alle, die Hengste. Manche sind aber auch schon richtig prominent. Für die Hengstparadenpremiere am kommenden Sonntag hat sich Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth angekündigt. Natürlich wird sie ihren Neustädter Hengst reiten: „Belantis“. Weitere Gäste werden die Berliner Polizeireiterstaffel, die „Trick Riding Girls“ aus Mecklenburg, die Zuchtgemeinschaft Löwenberger Land mit ihren Gespannen und die „Landiner Garde“ sein, die mit Kavallerie und Kanonen an die Napoleonischen Kriege erinnert.

An den nächsten drei Sonnabenden

Termine der Hengstparaden sind in diesem Jahr der 10., 17. und 24. September jeweils ab 13 Uhr.

Der Einlass in der Havelberger Straße beginnt um 10 Uhr. Ab 10.30 Uhr werden Führungen angeboten.

Karten für Stehplätze kosten 8 Euro. Sitzplätze gibt es in verschiedenen Kategorien für 20 bis 30 Euro.

Bestellungen sind unter Tel.  033970/5 02 95 33 oder online unter www.neustaedter-gestuete.de möglich.

Vom Neustädter Bahnhof fährt ein Shuttlebus zum Gestüt.

Kinder dürfen sich auf Hüpfburg, Eselreiten, Malstraße und mehr freuen.

Artistik und Traditionspflege spielen bei den Neustädter Hengstparaden sowieso immer eine ganz große Rolle. Das beginnt bei der Eröffnung mit dem berittenen Fanfarenzug des Gestütes und führt weiter über die große Quadrille von bis zu 60 Neustädter Schülern, die „Ungarische Post“ mit einem Reiter auf bis zu fünf Pferden bis hin zum Super-Gespann mit 16 Stuten im Geschirr und Rainer Stübing am Zügel. Publikumslieblinge der vergangenen Jahre wie die Ponygespanne, die römischen Quadrigen oder die Stutenherde samt Fohlen werden nicht fehlen. Dazwischen und rundherum gibt es immer wieder Top-Leistungsträger aus Zucht und Sport zu sehen.

Das alles braucht seine Zeit: Etwa drei Stunden wird das Programm der Hengstparaden 2016 in Anspruch nehmen – unterbrochen von einer gut halbstündigen Pause. Für die Besucher stehen rund 3000 überdachte Sitzplätze zur Verfügung. Hinzu kommt noch eine beinahe unbegrenzte Zahl an Stehplätzen.

Von Alexander Beckmann

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