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Kyritz Abenteuer Angelcamp

Das Junganglercamp des Kreisanglerverbands Kyritz musste in diesem Jahr mangels Teilnehmern ausfallen. In Kyritz war die Nachfrage der beiden Petrijünger-Vereine dagegen so groß, dass es erneut für ein eigenes solches Camp reichte. Am Sonnabend ging es dabei auch noch auf große Angel-Tour.

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Felix Pogoda (11), Christian Sokoll (10) und Beat Brandstäter (11) beim Angeln am Karpfenteich.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Wenn am heutigen Montag das städtische Ferienzentrum am Kyritzer Untersee offiziell seine Pforten öffnet, dann kann bereits gesagt werden: Hier lässt sich’s prima aushalten! Zumindest dürfen das jetzt die 14 Kinder behaupten, die auf dem Areal schon vor dieser Eröffnung campierten. Es waren die Teilnehmer des diesjährigen Angelcamps der beiden großen Kyritzer Angelvereine. Sie verlebten dort seit Donnerstag ihre ersten Sommerferientage.

„Wir wollen, dass die beiden Vereine mehr zusammen machen“, erklärte Tino Kornführer, Mitglied im Vorstand des AV Kyritz. So war neben seinem Jugendwart Bernd Lemm auch der Jugendwart des AV Elektrobau Kyritz, Frank Morwinsky, mit den Vereinskindern dabei. Beide Petrijünger-Vereine zusammen bringen es auf weit mehr als 350 Mitglieder.

Geheimrezepte, um mit Made, Wurm oder Teig Fische zu überlisten

Von den 168 „Elektrobau“-Mitgliedern gehören 14 zur Jugendabteilung. „Aktiv dabei sind allerdings nur etwa acht von ihnen“, sagte Frank Morwinsky. Ähnlich sieht es beim AV Kyritz aus. Laut Bernd Lemm stehen von den 200 Mitgliedern zwar 19 als Kinder und Jugendliche „auf der Liste“. Regelmäßig zieht es von ihnen jedoch nur etwa die Hälfte ans Wasser.

Der „harte Kern“ also traf nun beim Angelcamp aufeinander. Es war das dritte seiner At, wenngleich die erste Veranstaltung vielmehr noch als Probe galt. Gedacht ist sie für alle acht- bis 18-Jährigen.

Voriges Jahr wurde ein Ausflug nach Wittenberge zum Höhepunkt aller vier Tage. Dieses Mal ging es nach Groß Pankow zu den Karpfenteichen. Dank eines gecharterten Kleinbusses von der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrgesellschaft konnten am Sonnabend alle gemeinsam dorthin fahren. Geangelt wurde dann aber grüppchenweise, schließlich hatte jeder sein Geheimrezept, um mit Made, Wurm oder Teig die Fische zu überlisten.

Die beiden Jugendwarte Bernd Lemm (l, AV Kyritz) und Frank Morwinsky (r, AV Elektrobau Kyritz)

Die beiden Jugendwarte Bernd Lemm (l., AV Kyritz) und Frank Morwinsky (r., AV Elektrobau Kyritz).

Quelle: Matthias Anke

Offensichtlich war es den Schuppentieren jedoch ebenso etwas zu warm wie auch den am Wasser schwitzenden Nachwuchsanglern. So ließen sich wohl mangels Appetit die Bisse an nur zwei Händen abzählen. Der längste bis dahin gefangene Fisch, um den es innerhalb aller vier Tage gehen sollte, blieb damit eine 36 Zentimeter große sogenannte Brasse. Gefangen wurde sie allerdings aus dem Untersee. Dort wurde am Vortag geangelt. Dazu ging es für Felix Pogoda (11), Christian Sokoll (10), Beat Brandstäter (11) und all die andern per Fähre samt Angelzeug auch mal zur Untersee-Insel hinüber.

Am Abend war es sogar möglich, von den Stegen des geschlossenen Strandbades aus zu fischen. „Dankenswerterweise gestattet uns das die Wohnungsbaugesellschaft jedes Mal“, freute sich Camp-Organisator Tino Kornführer.

Nach dem Ausflug nach Groß Pankow auf dem Kyritzer Marktplatz wieder angekommen, gab es erstmal ein Eis

Nach dem Ausflug nach Groß Pankow auf dem Kyritzer Marktplatz wieder angekommen, gab es erstmal ein Eis.

Quelle: Privat

Der eine oder andere Jungangler hat nun sicherlich Blut geleckt und dürfte spätestens am Sonnabend, 6. August, erneut am Untersee zu sehen sein. Am diesem Tag geht es ab 7 Uhr um den nunmehr schon 7. Inselpokal. Dieses Hegefischen unter Beteiligung aller Angelvereine der Region ist eine Veranstaltung des Kyritzer Kreisanglerverbandes. Auch dieser organisierte bisher stets ein Junganglercamp. In diesem Jahr musste es laut Jugendwart Frank Stolzmann jedoch wegen zu wenigen Anmeldungen ausfallen.

Von Matthias Anke

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