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Ostprignitz-Ruppin Abenteuerlicher MAZ-Osterspaziergang
Lokales Ostprignitz-Ruppin Abenteuerlicher MAZ-Osterspaziergang
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15:43 06.04.2015
Eine der drei Gruppen wagte sich auf das Munitionswerksgelände, wo noch immer Reste zu finden sind, darunter ein Teleskop-Schornstein. Quelle: Matthias Anke
Dreetz

Mit den Fingern schnipsen und plötzlich 70 Jahre in die Vergangenheit katapultiert sein, das vermochte sich keiner der Teilnehmer des diesjährigen MAZ-Osterspaziergangs in Dreetz so einfach vorzustellen. Man spazierte am Sonnabend schließlich durch einen menschenleeren Wald, in dem vor genau 70 Jahren noch weit mehr als 2000 Arbeiter tätig waren. Beim genaueren Hinsehen erkannte man die Reste der schon damals getarnten Munitionsfabrik, die dann nur noch wenige Tage lang arbeitete, bis sie am Kriegsende von den Sowjetsoldaten übernommen wurde.

Der 23. MAZ-Osterspaziergang am Sonnabend, 4. April 2015, um Dreetz war der wohl bisher abenteuerlichste. Die Spaziergänger, eingeladen von der Landesoberförsterei, fanden im Wald unter anderem die Reste der schon damals getarnten Munitionsfabrik.

Wo sich auf diesem riesigen Areal einst was befand, konnte der Dreetzer Gemeindevertreter Carsten Schmidt nur ansatzweise erläutern. Zu groß war diese Pulverfabrik mit ihren weit mehr als 300Bunkern einst. Über sie machte Schmidt sich schlau, seitdem er vor 14 Jahren erst aus der Dortmunder Region in den Ort zog – in dem jahrzehntelang über diesen Teil der Dreetzer Historie geschwiegen wurde, und das offenbar vor allem auch wegen der unzähligen Zwangsarbeiter.

„Es gibt viele Gerüchte. Aber der im Fall eines Luftangriffs in die Erde einziehbare Schornstein des werkseigenen Kohlekraftwerks gehört zu den Mythen, die keine Mythen sind“, erzählte Schmidt und führte seine Gruppe zu dessen Standort.

Dieser 23. MAZ-Osterspaziergang war mit seinen Wegen querfeldein der wohl abenteuerlichste überhaupt seit Beginn dieser Tradition. Doch die Fabrik-Route war nur eine von dreien, die am Sonnabend im Baumlehrpark Arboretum Lüttgen Dreetz mit je 30 bis 50 Wanderern starteten: Förster Roland Protz nahm die Gäste mit auf den Weg zum Dreetzer See. Förster Michael Noack führte seine Gruppe durch die umliegende Botanik.

Die Landeswaldoberförsterei war schließlich einmal mehr Gastgeber des MAZ-Osterspaziergangs, der auch mit Unterstützung des Dreetzer Fördervereins über die Bühne ging. Und während auf dieser das „Timann-Duo“ mit Akkordeons Stimmung machte, konnten sich die Kleinsten bei den Angeboten des Spielmobils der Berlin-Brandenburgischen Landjugend austoben. Gestärkt wurde sich mit Bratwurst oder Boulette von der Feuerwehr oder Brot und Kuchen aus dem Arboretum-Lehmbackofen. Honig gab aus es Barsikow, Räucherfisch aus Hohennauen und weiteren Kuchen von der Dreetzer Kita „Palaststrolche“. Auch der Dreetzer Jugendclub und der Kinderladen aus Neustadt waren neben weiteren Akteuren mit von der Partie.

Die Besucherzahl erreichte im Verlauf des Nachmittags bald die 500. Das Bilderbuchwetter zog zahlreiche Gäste auch aus dem benachbarten Kreis Havelland an. Ansonsten kam die Mehrzahl der Besucher  aus der gesamten weiteren Umgebung bis Wusterhausen und Kyritz, aber auch aus Dreetz selbst. Die Dreetzer Angelika und Peter Grunow etwa sahen sich an, was der Mann namens „Wandertischler“ mit seiner mobilen Werkstatt so alles drauf hat: Torsten Weber – auch einer aus Dreetz.

Von Matthias Anke

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