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Ostprignitz-Ruppin Abfallentsorger Awu stellt sich vor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Abfallentsorger Awu stellt sich vor
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00:17 10.09.2016
Fast wie im Flugzeugcockpit: Müllfahrer müssen Technik beherrschen. Quelle: Peter Geisler
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Werder

Ein paar Klicks auf seinem Handy – und Awu-Geschäftsführer Matthias Noa erkennt auf einen Blick, wo die einzelnen Einsatzfahrzeuge unterwegs sind. Eben gerade ist ein Seitenlader, der die blauen Papiertonnen leert, ins Gewerbegebiet Temnitzpark eingebogen. In Kürze, so kann sich Noa ausrechnen, wird er auf das Betriebsgelände einbiegen.

Auch die Disponenten des Unternehmens können bei einem Blick auf ihren Bildschirm immer sagen, wo ein Fahrzeug gerade ist. Weniger aus Kontrollgründen. Beschwert sich ein Kunde, dass seine Tonne noch nicht abgeholt ist, können sie sofort Auskunft geben, ob die Müllmänner vielleicht noch kommen – oder ob die Tonne möglicherweise stehen gelassen wurde.

Ein Seitenlader des Abfallentsorgers. Quelle: Peter Geisler

Als eines von vier Unternehmen im Gewerbegebiet Temnitzpark wird der Abfallentsorger Awu am Sonnabend, 24. September, bei der Langen Nacht der Wirtschaft seine Arbeit vorstellen. Zwischen 16 und 21 Uhr können Interessierte erleben, wie Entsorgungstechnik arbeitet. Noa erhofft sich zudem einen weiteren Aufklärungseffekt. Weil immer wieder Müll in den falschen Tonnen landet, werden die Abfallberater des Landkreises unterwegs sein – in einem Quiz können junge Lange-Nacht-Besucher ihr Wissen über Mülltrennung unter Beweis stellen.

Vor allem in der gelben Tonne landen immer wieder Dinge, die dort eigentlich nicht hineingehören. Spielzeugautos etwa – auch wenn sie komplett aus Plastik sind – dürfen nicht in der gelben Tonne entsorgt werden. Denn dort darf ausschließlich Verpackungsmüll landen. „Das System finanziert ausschließlich die Entsorgung von Verpackungen“, sagt Noa. Ein Plaste-Auto ist für Müll-Fachleute dagegen „eine stoffgleiche Nichtverpackung“.

Gartenstühle fein säuberlich klein geschnitten

Dass Kunden eine solche Unterscheidung kaum nachvollziehen können, kann Noa verstehen. Seine Kollegen haben schon sorgfältig klein geschnittene Plastik-Gartenstühle in gelben Tonnen gefunden, die jemand dort möglicherweise mit bestem Gewissen entsorgt hat.

Trotz Verständnis für Nichtwissen – die Awu muss auf Müllsünder reagieren. Die Fahrer lassen Tonnen stehen, wenn in ihnen ganz offensichtlich Falsches entsorgt wurde. Bei notorischen Müllsündern ziehen sie sogar die Tonnen ein. Zuletzt in Rücksprache mit der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft auch in Neuruppin. Nach Noas Einschätzung allerdings sind das Einzelfälle.

Auf dem Display ist zu sehen, wo das Müllfahrzeug gerade ist. Quelle: Peter Geisler

Die Awu entsorgt mit ihren 78 Mitarbeitern im Auftrag des Landkreises Hausmüll, Papier, Sperrmüll, Bioabfall, Elektronikschrott, Kühlschränke und Grünabfälle. Deponien gibt es im Landkreis bereits seit längerem nicht mehr. Das Unternehmen sammelt den Müll deshalb ein und bringt ihn zu einer Umladestation, von der er an seinen Bestimmungsort gebracht wird. Altpapier etwa wird zu Papierfabriken gebracht, der Verpackungsmüll aus den gelben Tonnen zu Sortieranlagen in Berlin oder bei Halle.

Seit 1993 holt die Awu auch Bio-Tonnen ab, seit diesem Jahr flächendeckend im gesamten Landkreis. „Dafür wollen wir bei der Langen Nacht natürlich auch die Werbetrommel rühren“, sagt Noa. Der Inhalt der Biotonnen aus Ostprignitz-Ruppin wird bei Strausberg verstromt. „Ein Beitrag dafür, dass es weniger Abgase gibt.“ Später werden die Abfälle in einer Kompostieranlage behandelt und mit verschiedenen Erden vermischt. „Einen Teil davon“, sagt Noa, „bekomme ich dann im Baumarkt wieder zurück.“

Von Frauke Herweg

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