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Ostprignitz-Ruppin Abgeordnete lehnen Landespläne ab
Lokales Ostprignitz-Ruppin Abgeordnete lehnen Landespläne ab
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02:15 27.11.2017
Alutrim-Geschäftsführer Lutz Klinkner (r.) führte Abgeordnete und Gäste durch das den Betrieb. Quelle: Andreas Vogel
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Kyritz

Die Kreistagsabgeordneten sind dagegen, dass der Landkreis gegen seinen Willen auch für jetzige Landesstraßen zuständig sein soll. Zwar will das Land diese Straßen zunächst sanieren und erst danach an die Landkreise abtreten, dennoch hält sich das Verständnis für diese Pläne arg in Grenzen. Das sieht Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) nicht anders. „Wir lehnen den Rückzug des Landes aus dem ländlichen Raum ab.“

Die L 18 ist eine offizielle Umleitung für die Autobahn

Nüse verweist auf die Landesstraße 18. Das Land würde gern den Abschnitt vom Abzweig Kuhburgsberg bei Neuruppin bis nach Herzsprung an den Landkreis abtreten. „Die L 18 ist faktisch die offizielle Umleitung für die A 24, wenn sich dort der Verkehr staut.“ Dass die L 18 dennoch an den Landkreis übertragen werden soll, das bezeichnete Werner Nüse bei der Sitzung des Kreis-Wirtschaftsausschusses als ein „Unding“. Der Vize-Landrat hofft, dass das Land nach der Absage an die Kreisgebietsreform von diesen Straßenabstufungen wieder Abstand nimmt.

Zwar hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach der Absage der Reform erklärt, dass das für die Reform gesparte Geld vor allem für den ländlichen Raum bestimmt sei. Bisher gibt es jedoch noch keinerlei Aussagen, dass das Land seine Pläne zum Abstufen von Straßen zurücknimmt.

Heiligengrabe will eine Kreisstraße übernehmen

Gottfried Gilde (SPD) fände es „unmöglich“, wenn die Kommunen gegen ihren Willen Straßen übernehmen müssten. Anders sieht es aus, wenn die Gemeinden damit einverstanden sind. Das ist bei der Straße von Heiligengrabe nach Wernikow der Fall. Für diese ist bislang der Landkreis zuständig. Im nächsten Jahr sollen die letzten Abschnitte der K 6824 saniert werden, deshalb soll ab 2019 die Gemeinde Heiligengrabe für den Unterhalt der Straße verantwortlich sein. Die Gemeinde habe dem bereits zugestimmt, so Vize-Landrat Nüse.

Zu Beginn der Sitzung hatten sich die Abgeordneten bei dem Kyritzer Vorzeigeunternehmen Alutrim umsehen dürfen. Die 110 Mitarbeiter in dem Metallbetrieb formen Zierteile aller Art für Automarken wie BMW, Rolls Royce, Audi, Porsche, Ford und VW.

Von Andreas Vogel

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