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Ostprignitz-Ruppin Abgeordnete überrascht von Sanierungsplänen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Abgeordnete überrascht von Sanierungsplänen
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00:17 30.06.2017
Das Landratsamt in der Neuruppiner Virchowstraße. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Auf Erstaunen und teilweise heftigen Widerspruch bei den Abgeordneten stoßen die Pläne der Kreisverwaltung, den Landratssitz in der Neuruppiner Virchowstraße für 2,6 Millionen Euro zu sanieren. „Aus energetischer Sicht lässt sich das Gebäude nicht halten“, sagte Dieter Eipel (CDU). Der Lindower zeigte sich beim Bauausschuss des Kreistages am Montagabend zudem überrascht von den Plänen. „Von solchen Investitionen war bisher keine Rede.“ Wohl auch, weil das Haus unter Denkmalschutz stehe, so Eipel.

Landratsamt sollte erst verkauft werden

Siegfried Wittkopf (Linke) zeigte sich ebenfalls verwundert über das Vorhaben, über das die Abgeordneten jetzt mit den Unterlagen für den Nachtragshaushalt für dieses Jahr informiert wurden. „Bisher hieß es, dass das Haus verkauft werden soll.“ Jedoch begrüßte es Wittkopf als Neuruppiner, dass nun keine Rede mehr davon ist, das Haus zu verkaufen. Immerhin war das imposante Ziegelgebäude in der Virchowstraße eigens als Landratsamt in den Jahren 1894/95 errichtet worden. Über die Höhe der Sanierungskosten sei bislang aber nicht gesprochen worden, kritisierte Wittkopf.

Das könnte daran liegen, dass die Verwaltung bisher nicht weiß, ob sie für die Arbeiten auf Zuschüsse aus dem Topf der Städtebauförderung hoffen darf. „Wir sind an dem Thema dran. Aber noch ist nichts in trockenen Tüchern“, sagte Kreis-Kämmerer Arne Kröger. Eine energetische Dachsanierung des Landratsitzes werde es erst geben, wenn klar sei, dass es dafür auch Fördermittel gebe, versicherte Kröger. Außerdem sollen im Landratsamt die Heizung saniert und der Innenhof, auf dem nach Regen ständig Wasser stehe, neu gestaltet und gepflastert werden.

2,3 Millionen Euro weniger vom Land für den Kreis

Finanzielle Probleme sieht der Kämmerer durch die neuen Prognosen für die Landeszuweisungen. Demnach erhält der Landkreis in diesem Jahr 700 000 Euro weniger an Schlüsselzuweisungen als geplant und 2018 sogar 1,6 Millionen Euro. Auch deshalb soll der Verwaltungsneubau in der Neustädter Straße, in den die Neuruppiner Mitarbeiter des Jobcenters und des Gesundheitsamtes ziehen sollen, entgegen ersten Plänen über einen Kredit finanziert werden. Lediglich die 200 000 Euro, die noch in diesem Jahr für den Abriss von Gebäuden und Planungen ausgegeben werden könnten, will der Kreis mit eigenem Geld stemmen. Die Kosten für den Neubau werden derzeit mit 6,6 Millionen Euro beziffert. 3,5 Millionen Euro sollen 2018 ausgegeben werden, 2,9 Millionen Euro 2019.

Der Wirtschaftsausschuss stimmte dem Nachtragshaushalt mit knapper Mehrheit zu: Vier Abgeordnete waren dafür, drei dagegen, einer enthielt sich. Bereits am Donnerstag beschäftigt sich in Neuruppin der Kreis- und Finanzausschuss mit dem Papier. Die Sitzung beginnt um 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes in der Virchowstraße.

Von Andreas Vogel

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