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Ostprignitz-Ruppin Abheben am Sonderflugplatz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Abheben am Sonderflugplatz
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00:20 21.09.2017
An der Seite von Horst Trapp (r.) drehte Rita Lippert am Sonnabend einige Runden über ihre Heimatstadt. Quelle: Christamaria Ruch
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Freyenstein

Stau auf dem Weg zum Flughafen – Fehlanzeige. Lästige Verspätungen beim Abflug – weit gefehlt. Und selbst der Koffer kann nicht auf dem Rollband abhanden kommen. Denn auf dem Flugplatz bei Freyenstein läuft garantiert alles wie am Schnürchen.

Horst Trapp aus Freyenstein und Hans-Heinrich Grünhagen aus Wernikow erfüllten sich den Traum vom Fliegen – und dem eigenen Flughafen. „Seit zwei Jahren haben wir eine Dauerbetriebserlaubnis“, erzählt der 61-jährige Horst Trapp. „Auch wenn das Genehmigungsverfahren sehr aufwendig und lange war, am Flughafen BER in Berlin Schönefeld waren die auch nicht schneller“, so Grünhagen.

Es handelt sich in Freyenstein um einen Sonderflugplatz. Denn im Gegensatz zu einem regulären Flugplatz entfallen auf dem Areal mitten auf der grünen Wiese regelmäßige Öffnungszeiten. Die Start- und Landebahn misst 500 Meter und näher an der Natur kann wohl kaum jemand abheben. Der Mais steht derzeit noch in Reih und Glied und säumt in Sichtweite den Flugplatz. Selbst ein Hangar mit extra Flugvorbereitungsraum steht bereit. „Den habe ich in Kleinarbeit aufgebaut“, sagt Horst Trapp.

Rundflüge zum Feuerwehrjubiläum

Beim 125-jährigen Jubiläum der Feuerwehr am Sonnabend in Freyenstein gehörten Rundflüge mit dem Ultraleichtflugzeug zum ausgefallenen Rahmenprogramm. Jutta Trapp sorgte für den Shuttleservice zwischen Schlosspark Freyenstein und Flugplatz. „Wir haben uns das als besonderes Angebot für dieses Fest ausgedacht und wollten den Freyensteinern das sowieso mal anbieten“, sagte Horst Trapp.

Währenddessen hob Hans-Heinrich Grünhagen mit Robert Engel als Passagier ab. Doch den ersten Flug an diesem Tag sicherte sich Rita Lippert. Die Freyensteinerin erlebte eine Premiere. „Ich fliege heute zum allerersten Mal“, sagte sie. Höhen- oder Flugangst zeigte sie keineswegs. Vielmehr freute sie sich auf die Sicht auf ihre Heimatstadt. Und nach zehn Minuten in der Luft und mehreren Runden über der Ackerbürgerstadt sagte sie: „Das war richtig gut, leider nur zu kurz.“

Hans-Heinrich Grünhagen steigt bequem über die tief liegenden Flügel der „Breezer“ ins Cockpit. Quelle: Christamaria Ruch

Mit dem Doppelsitzer „Breezer“ sind diese Flüge möglich. Horst Trapp setzte dieses Ultraleichtflugzeug aus einem Bausatz zusammen. „Bauen kann jeder, aber das Flugzeug muss dann auch alle Genehmigungen erhalten“, sagte Hans-Heinrich Grünhagen.

„Genau genommen gelten Ultraleichtflugzeuge als Sportgeräte“, so Horst Trapp. Diese Leichtgewichte dürfen maximal 495 Kilogramm auf die Waage bringen. Die „Breezer“ ist „ein sehr gutmütiges Flugzeug“, umreißt Grünhagen die Qualitäten. Damit meint er: „Das liegt ruhig in der Luft.“

Die „Breezer“ hat einen Motor mit 100 Pferdestärken und fliegt maximal 200 Kilometer pro Stunde. Der 70-Liter-Tank fasst superbleifreien Sprit. Der Verbrauch liegt bei zehn Liter pro Stunde. „Billiger als Autofahren“, sagt Horst Trapp. Die „Breezer“ ist ein so genannter Tiefdecker, also deren Flügel sitzen unterhalb vom Cockpit. „Bei Tiefdeckern bilden sich beim Landen Luftpolster unter der Flügel und das federt gut ab“, so Trapp. Toller Nebeneffekt: Die Sicht ins Land ist damit unverstellt.

Beide Männer bezeichnen sich als Feierabendpiloten. Seit 20 Jahren sind sie im Besitz der Fluglizenz. „Reinsetzen, durchstarten und losfliegen“, so Trapp. „Jede Woche fliege ich mehrmals und genieße das.“ In nur einer Stunde Flugzeit sind die Ostsee und Insel Rügen oder Usedom erreicht. Doch am Sonnabend zählte bei den Rundflügen vielmehr eine ganz neue Sicht auf Freyenstein.

Von Christamaria Ruch

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