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Abriss am Kloster befürwortet

Kyritz Abriss am Kloster befürwortet

Die Kyritzer Stadtverordneten gaben bei ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht für den ersten Bauabschnitt am Kloster: Die alten Wäschereigebäude sollen weg. Der dazu nötige Aufwand ist nicht endgültig absehbar, denn Altlasten und Bauzustand müssen noch untersucht werden.

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Im April hatte die Kyritzer Öffentlichkeit die wohl letzte Gelegenheit, die alten Wäschereianlagen zu besichtigen.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Kyritz macht ernst mit der Umgestaltung seines Klosterviertels. Die Stadtverordneten sprachen sich kürzlich einstimmig für die Durchführung des ersten Bauabschnittes innerhalb des Klosterkonzeptes aus.

Gegenstand ist die ehemalige Wäscherei in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Der Großteil der Gebäude soll abgerissen werden. Nur die alte Brennerei aus dem 19. Jahundert soll stehen bleiben. Laut Klosterkonzept wird sie später zum neuen Standort der Stadtbibliothek ausgebaut.

Großer Aufwand, bevor die Bagger kommen

Die anderen Bauten befinden sich in einem schlechten Zustand. Außerdem blieb nach Schließung der Wäscherei der größte Teil der technischen Anlagen und des Inventars (bis hin zu Geschäftsunterlagen) zurück. All das muss erst einmal entsorgt werden. Von Aspekten des Datenschutzes abgesehen, wird dieses Vorhaben auch wegen der schieren Masse der Wäschereitechnik recht aufwendig. Im Obergeschoss stehen beispielsweise tonnenschwere Waschmaschinen. Die müssen irgendwie raus. „Dafür gibt’s nicht so viele geeignete Firmen“, sagt Rainer Lehmann von der EWS-Stadtsanierungsgesellschaft, die Kyritz seit Jahren bei Sanierungsvorhaben unterstützt. Derzeit hole man noch Angebote für diese Arbeiten ein.

Und es gibt weitere Hürden wie die in der Wäscherei eingesetzte Chemie. Auch deren Reste müssen entsorgt werden. Dabei ist noch unklar, ob nicht auch einiges davon im Verlaufe der Jahrzehnte im Boden landete. Rainer Lehmann kündigt Probebohrungen an – auch wegen der einstigen Nutzung des Geländes für eine Tankstelle. „Wir müssen Analysen machen, was uns erwartet an Altlasten.“

Nur Schätzungen zu Kosten und Zeitplan

Auch bautechnische Untersuchungen stehen aus. Schließlich soll historische Bausubstanz wie die Brennerei, ihr Schornstein, die Stadtmauer oder gar der Klausurflügel bei den späteren Abrissarbeiten möglichst nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

All diese derzeit noch bestehenden Unwägbarkeiten machen es schwierig, den Aufwand abzuschätzen. Derzeit ist von 425 000 Euro die Rede. 80 Prozent davon übernimmt das Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Vor dem Beginn des eigentlichen Abrisses sind auch noch diverse Genehmigungen einzuholen. „Das wird wohl erst gegen Ende des Jahres was“, schätzt Rainer Lehmann derzeit ein. Für das gesamte Klosterprojekt sind fünf bis sechs Jahre veranschlagt.

Von Alexander Beckmann

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