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Abriss noch 2015, Solar ab 2016

Konversion in Alt Daber Abriss noch 2015, Solar ab 2016

Die restlichen alten russischen Kasernen auf dem einstigen Flugplatz Alt Daber bei Wittstock sollen bis Ende 2015 verschwinden. Laut einem Verantwortlichen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben liegen die Arbeiten gut im Zeitplan. Ein Solarfeld soll bis Ende 2016 entstehen. Unwägbarkeiten seien allerdings nie ganz auszuschließen.

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Die verbliebenen Ruinen ehemaliger russischer Kasernen bei Alt Daber sollen noch dieses Jahr abgerissen werden.

Quelle: Björn Wagener

Alt Daber. Bis zum Ende des Jahres sollen die verbliebenen ehemaligen russischen Kasernen auf dem alten Flugplatz bei Alt Daber abgerissen sein – bis auf Einzelgebäude, die unter Denkmalschutz stehen oder dem Naturschutz dienen, etwa als Lebensraum für Fledermäuse. Davon geht jedenfalls Reinhold Arnoldi, Abteilungsleiter Gewerbe der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), aus. Unwägbarkeiten seien zwar nie ganz auszuschließen, aber er ist guter Dinge, diesen Zeitplan einhalten zu können.

„Wir sind da schon weit in der Planung.“ Für die Abrisskosten werde mit einem siebenstelligen Betrag gerechnet, gänzlich Eigenmittel der Bima.

Eine Summe dieser Größenordnung floss bereits im vergangenen Jahr nach Alt Daber – für den Abriss eines Teils der Gebäude. Damals ging es um 23 Kasernen. Für ihre Beseitigung gab es sogar Fördermittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Der damalige brandenburgische Europa- und Wirtschaftsminister Ralf Christoffers war zur Übergabe im April persönlich nach Alt Daber gekommen.

Derartige Gelder gebe es nicht mehr, aber die Summe für den Abriss des zweiten Teils des Komplexes sei sicher. Die Kosten für den ersten Abriss seien dabei als Richtwert für den nun folgenden herangezogen worden, bei dem es um 20 bis 30 Gebäude gehe, so Arnoldi.

Die Bima habe ein großes Interesse daran, dass sich der Abriss nicht verzögert. Denn auf der entstehenden Freifläche soll ein Solarfeld errichtet werden. Insgesamt gehe es dabei etwa um rund 13 Hektar, die aber nicht komplett bebaut würden. „Der Investor für dieses Solarfeld ist schon ausgewählt“, sagt Arnoldi. Auch wenn mit ihm noch keine vertraglichen Vereinbarungen geschlossen worden seien, so geht der Bima-Abteilungsleiter jedoch davon aus, dass das Solarfeld voraussichtlich Ende 2016 aufgestellt sein werde.

Hätten die alten Kasernen vielleicht auch noch genutzt werden können? Immerhin hatte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller jüngst angeregt, Flüchtlinge und Asylbewerber in leer stehenden Bundeswehrkasernen unterzubringen, um die Kommunen bei der Suche nach Wohnraum für diesen Zweck zu entlasten.

Dass derartig alte Kasernen aber diesem Zweck dienen könnten, ist für den Kreis keine Option. Das sei nicht vorgesehen, heißt es auf Nachfrage.

Auch Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann hält das für völlig abwegig. Es wäre aus seiner Sicht auch viel zu teuer und aufwendig, diese Gebäude dafür fit zu machen.

Die Bima

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) ist eine der größten Immobilieneigentümer Deutschlands. Ihr Portfolio an Grundstücken umfasst eine Gesamtfläche von rund 490 000 Hektar und 38 000 Wohnungen. Sie wurde im Dezember 2004 als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn gegründet und ist seit dem 1. Januar 2005 am Markt. Gleichwohl kann die Bundesanstalt auf eine mehr als 50-jährige Erfahrung zurückblicken, denn sie übernahm die Aufgaben und das Personal der ehemaligen Bundesvermögensverwaltung.

Die Aufgabe der Bima ist es in erster Linie, ein einheitliches Immobilienmanagement innerhalb der Bundesverwaltung zu führen. Es gibt bundesweit rund 6500 Beschäftigte, verteilt auf die Zentrale in Bonn und neun Direktionen in Berlin, Dortmund, Erfurt, Freiburg, Koblenz, Magdeburg, München, Potsdam und Rostock mit insgesamt rund 120 Haupt- und Nebenstellen vor Ort.

Von Björn Wagener

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