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Abschied vom Stummel

Haus M der Ruppiner Kliniken ist an OP-Zentrum angeschlossen Abschied vom Stummel

Mehr als sechs Jahre sorgte der gläserne Stummel für Irritationen bei Patienten und Besuchern des Neuruppiner Krankenhauses. Denn der Stummel ragte von der zentralen Aufnahme im Haus X der Ruppiner Kliniken ins Nichts. Das ist nun vorbei. Der Stummel hat Anschluss gefunden, Anschluss an das Haus M.

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Landrat Ralf Reinhardt gewann beim Richtfest die Nagelprobe vor den Klinikchefs Matthias Voth und Gunnar Pietzner (v.l.).

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Dieses gut 100 Jahre alte Gebäude, das jahrelang die Kardiologie und Büroräume für die Anästhesisten beherbergte, wird seit November zu einem Bettenhaus umgebaut. Mehr als neun Millionen Euro werden dafür eingesetzt, um in dem denkmalgeschützten Bau Platz für 88 Betten zu schaffen. Je 34 Betten sollen im Erd- und im Obergeschoss stehen, dazu kommen 20 im Sockelgeschoss. Das Dachgeschoss wurde dazu zurückgebaut, Decken wurden versetzt, der alte Aufzug samt Aufzugsschacht abgerissen und ein neues Treppenhaus errichtet. Gestern feierten die Kliniken Richtfest mit den Bauleuten und Gästen. „Wir wollen die Qualität in den Ruppiner Kliniken verbessern“, sagte Landrat Ralf Reinhardt (parteilos). Dazu gehört, das Haus M an das X-Haus anzubinden. „Wir wollen damit die Logistik für Operationen und die Diagnostik verbessern“, betonte Klinikgeschäftsführer Matthias Voth.

Durch den Übergang, den bisherigen Stummel, können Patienten nach ihrer Operation künftig auf kurzem Wege in das Bettenhaus zur Genesung gebracht werden. Bisher ist dazu eine Fahrt mit dem Krankentransport notwendig. Das soll nach Ende der Sanierung des Hauses M Geschichte sein. Dann wird es sogar eine unterirdische Verbindung zwischen dem Haus M und den OP-Sälen sowie zur Intensivstation im X-Haus geben, sagte Voth. Allerdings wird es wohl noch einige Monate dauern, bis die letzten Arbeiten beendet sind und die Patienten vom G- und K-Haus in das M-Haus umziehen können. Landrat Reinhardt kündigte gestern an, dass das Haus M „spätestens“ im Sommer 2014 eröffnet wird. Was mit den leer zu ziehenden Räumen im G- und K-Haus passieren wird, das ist offen. Dafür werden noch Nutzungskonzepte erarbeitet, sagte Klinikchef Voth.

Mehr als 200 Millionen investiert

  • Seit 1990 wurden die meisten Gebäude des Neuruppiner Krankenhauses saniert. Dafür wurden mehr als 200 Millionen investiert.
  •  Das Haus M gehörte zu den letzten im Ensemble der Kliniken, das noch nicht saniert wurde. Pläne gibt es als Nächstes für das D-Haus (Psychiatrie) und das Hauptgebäude.
  •  Unklar ist, wann das K-Haus mit der Gynäkologie und den Kreißsälen modernisiert wird.

Vertreter des Landes waren gestern nicht zum Richtfest ins Krankenhaus gekommen. „Die segensreichen Zeiten der großen Fördermittel sind vorbei“, kommentierte der Landrat. Da lohnt sich wohl auch das Kommen von Landespolitikern nach Neuruppin nicht mehr. Dessen ungeachtet forderten die Bauleute den Landrat sowie die zwei Klinik-Geschäftsführer Matthias Voth und Gunnar Pietzner zu einer besonderen Nagelprobe auf: Jeder der drei musste einen riesigen Zimmermannsnagel in einen lockeren Balken schlagen. Eigentlich geht es darum, das mit möglichst wenigen Schlägen zu tun. Doch die drei Verwaltungschefs nahmen es mit dieser Regel nicht so genau. Sie wetteiferten darum, wer der Schnellste ist. Der Landrat gewann, obwohl er zunächst den Nagel verbogen hatte.

Von Andreas Vogel

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