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Abschied von den Blandikower Feldlerchen

Blandikow Abschied von den Blandikower Feldlerchen

Eben noch Jubiläum gefeiert, jetzt getrennt: Das Fest zum 25-jährigen Bestehen der beliebten Gesangsgruppe aus Blandikow war gleichzeitig auch ihre Abschiedsvorstellung. Warum gefeiert wurde, obwohl die Trennung bereits beschlossene Sache war, erklärt die ehemalige Chef-Lerche Birgit Nikolowius.

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Die Blandikower Feldlerchen werden nicht mehr gemeinsam auftreten.

Quelle: Christamaria Ruch

Blandikow. Die Blandikower Feldlerchen gibt es nicht mehr. Die beliebte Gesangsgruppe hat sich getrennt. Dabei hatten die Sängerinnen erst am vergangenen Wochenende ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Gegen Ende der Veranstaltung ließen die musikalischen Frauen dann die Bombe platzen: „Nach einem Abschlusslied mit den Chören bin ich ans Mikrofon getreten, um zu verkünden, dass das heute nicht nur ein Geburtstagsfest, sondern auch ein Abschiedsfest ist“, berichtet die ehemalige Chef-Lerche Birgit Nikolowius. Das hätten die Besucher zunächst noch gar nicht recht realisiert.

Doch als die Feldlerchen dann zu einem ganz besonderen Abschiedslied anstimmten, wurde es allen klar: Das war der letzte Auftritt. „Wir sagen euch jetzt tschüs, goodbye, die Lerchenzeit ist nun vorbei; wir sagen euch auf Wiedersehen, denn unsere Lichter werden heut’ ausgeh’n“, heißt es im Refrain des Liedes, das auf die langjährige Lerchen-Zeit zurückblickt. Nachdem der letzte Ton verklungen war, „herrschte zunächst Totenstille. Dann sind die Leute aufgestanden und haben applaudiert“, erinnert sich Birgit Nikolowius an diesen bewegenden Moment. „Einen schöneren Abschied hätte es nicht geben können.“

Bis zuletzt geheim gehalten

Was für eine Überraschung! Kein Sterbenswörtchen war den Sängerinnen zuvor über die Lippen gekommen. Nicht einmal die eigenen Familien waren eingeweiht. Doch weshalb so geheimnisvoll? „Die Feldlerchen waren immer dafür bekannt, einen Knaller in ihrem Programm zu haben. So sollte auch dieses Jubiläumsfest mit einem Knaller enden“, begründet Birgit Nikolowius. Außerdem gab es noch einen weiteren Höhepunkt zum Abschied. Der Wunsch der Lerchen, noch einmal mit Mundharmonika-Star Michael Hirte anzustoßen, erfüllte sich ebenfalls. Er habe mit seiner Band das Fest besucht, denn er gastierte am Tag darauf in der Blandikower Kirche. „Das Foto, das dabei entstand, wird einen Ehrenplatz bekommen.“

Das Ende war seit einem halben Jahr beschlossene Sache

So überraschend die Trennung der sechs bis acht Sängerinnen auch kam: Intern war ihr Ende längst besiegelt. „Wir haben etwa vor einem halben Jahr beschlossen, aufzuhören – einstimmig“, berichtet Birgit Nikolowius. Der Grund: Man habe in der Gruppe mit Krankheitsfällen zu kämpfen gehabt und keinen Nachwuchs gefunden. Außerdem hätten sich bei einigen Lerchen berufliche Veränderungen ergeben, die künftige Auftritte an Wochenenden unmöglich machten. Eine temporäre Pause schließt Birgit Nikolowius aus. Auch wenn der Abschied schwer falle: „Es ist vorbei.“

Gleichzeitig bedanken sich die Lerchen bei ihren vielen treuen Fans. „Wir werden sie in guter Erinnerung behalten. Es war eine tolle Zeit mit Höhen und Tiefen. Aber wie sagt man: Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören.’“

Von Björn Wagener

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