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Ostprignitz-Ruppin Wenn aus Gästen Freunde werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wenn aus Gästen Freunde werden
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13:02 26.02.2018
Vor dem Auftritt in der rumänischen Botschaft hatten die Jugendlichen noch eine Sightseeingfahrt durch Berlin unternommen. Quelle: Privat
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Wittstock

Sie hatten seit vergangenen Montag jeden Tag miteinander verbracht. Hatten für ihr Theaterstück im Kino Astoria geprobt und es am Freitagabend aufgeführt, sich besser kennengelernt, Nummern ausgetauscht und Freundschaften geschlossen. Für zwölf Schüler der Wittstocker Polthier-Oberschule und zehn rumänische Jugendliche aus ihrer Partnerschule, dem Deutschen Lyzeum in Mühlbach, endete am Sonntag die gemeinsame Zeit. Am Montagvormittag verließen die Rumänen Wittstock in Richtung Berlin, um von dort aus mit dem Flieger in ihre Heimat zu starten.

Im Fackelschein ging es mit Stadtführer Peter Krause durch die historische Altstadt. Quelle: Christian Bark

In Berlin waren die Schüler zuletzt am Samstag gemeinsam. In der rumänischen Botschaft hatten sie ihr Stück für Toleranz erneut aufgeführt. „Es gab stehende Ovationen und gute Gespräche“, berichtete Klaus-Peter Krüger. Er ist Partnerschaftsbeauftragter der Brandenburgischen Landesregierung und neben dem Deutschen Kulturforum östliches Europa Träger des Gemeinschaftsprojekts der Schüler. Zurück in Wittstock erwartete die Jugendlichen ein geselliger Zeitvertreib. Am Sonntagnachmittag ging es zunächst auf die Bowlingbahn des B3 Centers. Im Anschluss gab es Abendessen – typisch Deutsch natürlich. „Wir haben die ganzen Tage nur deutsche Gerichte gegessen, so wie die Wittstocker bei uns nur rumänische Gerichte serviert bekommen haben“, berichtete Lyzeumleiterin Verona Maria Onofrei, der die Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelbrei am Sonntag gut geschmeckt zu haben schien.

„Es war eine wunderschöne Woche. Genießt nochmal die letzten gemeinsamen Augenblicke“, gab Lehrerin Heidi Mohrmann den Schülern mit auf den Weg. Und diese nutzten die gemeinsame Zeit und hatten großen Spaß bei der historischen Stadtführung, die nach dem Essen folgte. Für fast jeden Schüler gab es eine Fackel, die Licht in die Dunkelheit, besonders entlang des Stadtwalls, bringen sollte. „Die brennen ungefähr eine halbe Stunde“, schätzte Stadtführer Peter Krause, der zudem Lehrer an der Polthier-Oberschule ist.

Mit ihm machten sich die Schüler vom B3 Center in Richtung Altstadt auf den Weg. „Ich habe bisher noch nie eine Stadtführung mitgemacht“, sagte Maya Fechner. Wie sie waren auch die rumänischen Gäste gespannt, was sie auf dem Streifzug so alles erwarten würde.

Auf den Spuren der Stadtgeschichte

„Wenn Ihr im Dunkeln etwas rascheln hört, ist es wahrscheinlich eine Katze, wenn Ihr etwas quieken hört, ist es eher ein Liebespaar“, witzelte Peter Krause. Auf eine Katze oder vielmehr ihre Spuren trafen die Jugendlichen bei einem genauen Blick an die Stadtmauer. „Bevor die Steine gebrannt wurden, ist noch eine Katze drüber gelaufen“, zeigte Peter Krause auf die Jahrhunderte alten Pfotenabdrücke. „Eigentlich dürfte es ein Marder gewesen sein, aber die Leute hören lieber, es sei eine Katze gewesen“, verriet der Stadtführer danach insgeheim.

Am Wall entlang ging es über das Friesen-Jahn-Körner-Denkmal zum Gröpertor. Am Beispiel dieses Gebäudes erklärte Peter Krause den Jugendlichen, woher der Ausspruch „Pech gehabt“ stammt. Das hätten nämlich die Angreifer vergangener Tage bei Versuchen, das Tor zu passieren, über den Leib gegossen bekommen.

Der Abschied fiel nicht leicht, aber herzlich aus. Quelle: Christian Bark

„Jetzt weiß ich also, woher der Ausspruch stammt“, stellte Iosif Emanuel Dan amüsiert fest. Ihm und seinen rumänischen Mitschülern hatte die Führung großen Spaß gemacht, wie er am Ende der Fackelwanderung sagte. Von der Königstraße ging es über die kleine Kettenstraße weiter in die Petersilienstraße. „Der Name verweist auf Gärten, die es hier damals gab“, erklärte Peter Krause. In einer Nebenstraße empfing Heidi Mohrmann die Gruppe vor ihrem Haus und verteilte noch einige Geschenke an die Gäste.

Beim Abschied vor dem Hotel „Röbler Thor“ wurden sowohl Schüler als auch Lehrer sentimental und es floss so manche Träne, gab so manche herzliche Umarmung. Sigrun Kuchnowsky und Stefanie Witte, zwei Mütter von Schülern, waren traurig, dass sie die zwei rumänischen Gastschüler, die die Tage bei ihnen wohnen durften, nun verabschieden mussten. „Sie werden uns fehlen. Der Besuch war auf jeden Fall eine Bereicherung“, sagte Sigrun Kuchnowsky.

Von Christian Bark

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