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Ostprignitz-Ruppin Abtauchen im Dranser See
Lokales Ostprignitz-Ruppin Abtauchen im Dranser See
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00:19 23.08.2017
Erfrischend schön: Vivian Röhl (vorne) war zuvor noch nie im Dranser See tauchen. Quelle: Christian Bark
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Blanschen

Mit seiner Klarheit gehört der Dranser See jetzt schon zu den bemerkenswertesten Gewässern Brandenburgs. Damit das auch so bleibt, kämpft die Bürgerinitiative „Wittstock contra Industriehuhn“ seit Jahren gegen die Hähnchenmastanlage im nahe dem See gelegenen Groß Haßlow. „Die Abgase der Anlage würden Nährstoffeinträge über die Luft in den See transportieren“, erklärte Initiativenmitstreiterin Swantje Schäkel.

Algen erlauben eine Einschätzung des Seezustandes. Quelle: Christian Bark

Um auf die Besonderheit des Sees und die Gefahren für seinen Zustand hinzuweisen, organisiert die Initiative zusammen mit dem Naturpark Stechlin-Ruppiner Land seit zwei Jahren – wie auch am vergangenen Samstag wieder – ein „Schnuppertauchen“ auf dem Naturcampingplatz Blanschen. Dem steht seit kurzem der Verein „Naturfreunde Blanschen“ vor und der unterstützt das Fest sowie die Ziele der Initiative aus vollem Herzen, wie Vereinsvorstand Nils Ende betonte. „Schön, dass sich der Verein mit unseren Inhalten verbunden fühlt“, freute sich Swantje Schäkel.

Inzwischen kamen wieder Taucher aus dem Wasser und die nächsten machten sich fertig, um mit Kerstin Reichert etwa zwei bis drei Meter im Flachwasser des bis zu 25 Meter tiefen Sees abzutauchen. Kerstin Reichert und ihr Mann Jörg sind vom Brandenburgischen Landesverband des Sporttaucherbundes. Weil am Samstag Tauchlehrer gesucht worden, waren die beiden kurzfristig eingesprungen.

Bessere Wasserqualität

Die Gelegenheit, den Grund des Sees zu entdecken, nutzte auch die 18-jährige Vivian Röhl aus Wittstock. „Ich war bisher nur mal in der Schwimmhalle abgetaucht“, berichtete sie. Den Dranser See kenne sie zwar als Schwimmerin, als Taucherin habe sie ihn aber mit ganz anderen Augen erleben können. „Wir haben sogar Fische gesehen“, sagte sie.

Seepflaumen sind eigentlich Algenkonglomerate. Quelle: Christian Bark

Diese ganz anderen Augen für den See hat Silke Oldorff, stellvertretende Leiterin des Naturparks und passionierte Taucherin ohnehin. Zweimal im Jahr erforscht sie das Gewässer, nimmt Pflanzen-, Boden- und Wasserproben. So auch zum Taucherfest, bei dem sie zeitgleich über ihre Erkenntnisse berichten kann. „Das Gewässer hat großes Potenzial, einer der besten Seen Brandenburgs zu werden“, so ihr Fazit. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr habe sich die Wasserqualität etwas verbessert, auch wenn die Sicht durch den Regen der vergangenen Tage nicht ganz optimal gewesen sei.

Die Bürgerinitiative informierte mit einem Stand. Quelle: Christian Bark

Aus dem Wasser hatte die Naturforscherin einen Beutel mit Algen und wie Steine aussehenden Gegenständen mitgebracht. „Das sind Seepflaumen, ein Konglomerat aus Algen“, erklärte sie. Diese seien selten geworden, da sie bevorzugt saubere Seen bewohnen – ein Indikator für die Qualität des Gewässers. Laut Oldorff konnte der See im betauchten Bereich mit „gut“ eingeschätzt werden, da Grundrasen aus Armleuchteralgen mit drei verschiedenen Arten gefunden wurde und die letzte Pflanze in der Tiefe bei 5,5 Metern wuchs. Gerade diese Algenart sei ein Indikator für sauberes Wasser, wenngleich einige Algen auch auf das Vorkommen von Nährstoffen im See hinweisen würden. „Sie sind aber wichtig, um die Nährstoffe zu binden“, erklärte die Expertin. Im Übrigen mache es die Mischung aus allem, dass ein so sensibles Ökosystem funktioniere.

Von Christian Bark

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