Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Achtstimmig in der Klosterkirche
Lokales Ostprignitz-Ruppin Achtstimmig in der Klosterkirche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 10.08.2016
Das Collegium Pedale Cantorum in Neustadt. Quelle: André Reichel
Anzeige
Neuruppin

Mit zwei Bollerwagen begannen die Chorsänger des „Collegium Pedale Cantorum“ vor vielen Jahren ihre Tour durch den Osten Deutschlands – die Blechblasinstrumente und das Cello wurden darin sorgsam verstaut. Mittlerweile ist es die 31. Tour, für die Instrumente gibt es jetzt ein motorisiertes Transportmittel, in dem auch die elektrische Orgel Platz hat.

Die Sänger treten kräftig in die Pedalen – von Gransee über Fürstenberg und Schwarz sind sie in diesem Jahr auch in den Landkreis

Ostprignitz-Ruppin gekommen. Am Donnerstag sangen sie in der Rheinsberger Kirche, am Freitag in der Neuruppiner Klosterkirche und am Sonnabend waren sie in Neustadt zu Gast. Eine Woche der Freude am Gesang, der sportlichen Betätigung und der etwas spartanischen Lebensweise liegt hinter ihnen – fast wie zu Studenten-Zeiten.

Seit 1986 ist das Ensemble auf Tour

1986 ging der Chorleiter Friedemann Lessing gemeinsam mit Mitstudenten der Dresdner Kirchenmusikschule das erste Mal auf Konzertreise mit dem Fahrrad. Einige der Teilnehmer arbeiten seit vielen Jahren als Kontoren oder Musiklehrer. Nun sind Chorsänger der nächsten Generation dabei – auch angehende Kirchenmusiker. Mit ihren Konzerten wollen sie die Musik in ländliche Gegenden bringen und gleichzeitig etwas Gutes tun. Der Erlös der diesjährigen Konzerttour kommt, wie auch in vergangenen Jahren, einem Projekt des Komitees „German Doctors“ zu gute. Unentgeltlich arbeitende Ärzte erhalten Medikamente und Instrumente, mit denen sie Menschen in benachteiligten Regionen der Welt helfen können. In diesem Jahr können die Sänger 3000 Euro spenden.

Das Ensemble beim Auftritt in der Neuruppiner Klosterkirche. Quelle: Cornelia Felsch

Wer gern als Sänger dabei sein möchte, muss schon einige Anforderungen erfüllen, denn bei den vier bis achtstimmigen Werken darf man sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Anspruchsvoller Chorgesang, Durchhaltevermögen und Teamfähigkeit sind gefragt. „Man darf nicht zimperlich sein – auch bei Regen fahren wir weiter“, sagt Friedemann Lessing, der Kantor in Osterburg (Sachsen-Anhalt) ist. Die Nachtquartiere werden in Pfarrgärten, Kirchen oder Gemeinderäumen aufgeschlagen.

Das Motto heißt „Ohne Musik kein Leben“

Mit „Sine musica nulla vita“ , einer Komposition des deutschen Chorleiters und Komponisten Rolf Lukowsky, eröffnet der Chor sein Programm. „Ohne Musik kein Leben“ – ein Motto, dem sich auch das „Collegium Pedale Cantorum“ verschrieben hat. 16 exzellente Sängerinnen und Sänger, widmen sich für eine Stunde unter anderem Motetten von Heinrich Schütz und der Musik von Johann Heinrich Rolle sowie alten und neuen Volksliedsätzen bis hin zu Jazz als A-cappella-Stück. Mit seinem emotionalen und eindringlichen Gesang berührt der Chor das Publikum. Jeder Ton sitzt und entfaltet in der Klosterkirche seine Schönheit. Mit „Kein schöner Land in dieser Zeit“ verabschieden sich die Sänger von den rund 70 Konzertbesuchern – als Dankeschön erhalten sie von der Kirchengemeinde einen Fahrrad-Sommerwein – gut für einen Gute-Nacht-Schluck geeignet.

Von Cornelia Felsch

Bestehendes erhalten, vor allem, wenn es dem Gemeindeleben so gut tut wie das Haus des Gastes in Seebeck. Nachdem der Sport- und Kulturverein das Handtuch geworfen hat, übernimmt es die Vielitzerin Doris Schatz, das Haus auch weiterhin mit Leben zu füllen. Ihr Konzept überzeugte, der Gemeinderat erteilte ihr den Zuschlag. Ihr Programm bis zum Jahresende steht: eine bunte Mischung.

10.08.2016

Wozu Bantikow früher einen eigenen Bürgermeister samt Gemeindevertretung und etliche Betriebe zur Verfügung hatte, stemmt jetzt das „Komitee“. Es hat in der jüngeren Zeit mancherlei auf die Beine gestellt – scheint aber jetzt an seine Grenzen zu kommen. Das hat mehrere Gründe.

10.08.2016

Die Zukunft des Areals mit dem kürzlich geschlossenen „Supermarkt Kersten“ in der Kyritzer Altstadt ist weiterhin unklar. Doch jetzt gab es erste Gespräche zwischen dem neuen Eigentümer und Kyritzer Rathausmitarbeitern. Demnach hegt die Stadt weiterhin große Hoffnungen, dass der Standort auch zukünftig der Nahversorgung aller Innenstadtbewohner dient.

09.08.2016
Anzeige