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Ostprignitz-Ruppin Adelsfamilie möchte Traditionszimmer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Adelsfamilie möchte Traditionszimmer
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00:17 08.07.2016
Anita von Winterfeld vor dem Schloss in Freyenstein Quelle: Björn Wagener
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Freyenstein

Das Schloss in Freyenstein ist frisch saniert – bis auf das erste Obergeschoss. Es wartet weiterhin auf einen Investor. Trotz des Baustellencharakters ist das erhabene Flair des großen Kaminzimmers noch immer zu spüren. Es ist der zentrale Hauptraum der Etage. Anita von Winterfeld würde es gern sehen, wenn dort die Erinnerung an die Historie der Familie von Winterfeld einen ständigen Platz bekäme – samt der rund 30 Bilder ihrer Ahnen, die sich zurzeit im Schloss in Wolfshagen befinden.

Weitere gebe es im Museum Alte Bischofsburg in Wittstock. Letztere befänden sich allerdings in schlechtem Zustand. Sie könnten aufgearbeitet und künftig in Freyenstein ihren Platz finden, sagt Anita von Winterfeld, die Erste Vorsitzende des von Winterfeld’schen Familienverbandes. Die von Winterfelds sind schließlich ein fester Bestandteil der Freyensteiner Geschichte. Jahrhundertelang prägten sie den Ort, denn Familienmitglieder bewohnten das Schloss von 1620 bis 1938. Auch heute bemüht sich die Familie um die Wirkungsstätte der Vorfahren, gründete etwa den Förderverein in Freyenstein. „Ich bin einmal im Jahr hier“, sagt Anita von Winterfeld, zuletzt bei der feierlichen Übergabe des Schlosses nach seiner Sanierung am 1. Juli.

Fraglich, was aus Obergeschoss werden soll

Aber ob und wann die Pläne fürs Kaminzimmer umgesetzt werden können, ist derzeit völlig offen. Denn die Kosten für eine Sanierung seien zu hoch, um sie aus Eigenmitteln tragen zu können, so Anita von Winterfeld. Sie geht von 54 000 Euro aus. Möglich wäre das Ganze deshalb nur, wenn es irgendeine Förderung dafür gäbe. Bisher sei eine solche aber nicht in Sicht. So ist weiterhin fraglich, was einmal aus dem ersten Obergeschoss werden soll. Für Besucher ist es nicht zugänglich – aus Sicherheitsgründen. Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler lässt allenfalls auf Nachfrage einmal Besucher einen Blick in die unsanierten Räume werfen.

„Das ist ja toll hier“, entfuhr es einer jungen Frau, die sich am Tag des Stadtfestes dort einmal umsah. Denn obwohl alles roh, alt und sanierungsbedürftig aussieht, erkannte sie dennoch das Potenzial der Räume. Immerhin seien die Fenster bei der Schlosssanierung erneuert oder aufgearbeitet worden, weil sie Bestandteil der Außenhülle des Gebäudes und damit auch Teil der Förderung gewesen seien.

Im Heizungsraum auf dem Dachboden ist jedenfalls bereits der Platz für eine weitere Heizungstherme vorgesehen, sollte sich doch noch jemand finden, der im ersten Obergeschoss seine Pläne verwirklichen möchte.

Von Björn Wagener

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