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Ostprignitz-Ruppin Probleme für den Storch wegen der Nilgans
Lokales Ostprignitz-Ruppin Probleme für den Storch wegen der Nilgans
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00:30 03.08.2015
Ägyptische Nilgänse auf dem Teich in Freyenstein. Quelle: Björn Wagener
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Freyenstein

Ihr Name klingt exotisch, doch mittlerweile breiten sie sich auch hierzulande immer weiter aus: Ägyptische Nilgänse sind auf dem Vormarsch. „Im vergangenen Jahr konnten wir in Maulbeerwalde zum ersten Mal eine erfolgreiche Brut in der Region nachweisen“, sagt Ornithologe Jürgen Kaatz aus Dranse. Gesichtet würden sie schon seit längerer Zeit immer mal wieder an verschiedenen Orten – etwa auf dem Feuerlöschteich der Firma Krono in Heiligengrabe oder auch auf dem Teich in Freyenstein. „Sie gehören eigentlich nicht hierher. Aber es sind sehr robuste und durchsetzungsstarke Tiere, die auch auf große Distanzen umsiedeln. Zurzeit versuchen sich hier zu etablieren“, so Jürgen Kaatz. Er geht davon aus, dass sie das auch schaffen werden. Denn ägyptische Nilgänse nutzten jede Gelegenheit, hier Fuß zu fassen. So sei es auch schon vorgekommen, dass sie Storchennester besetzen.

Ursprünglich kommen die Gänse aus dem Nilgebiet in Ägypten. Dass sie sich nun hier ansiedeln, liege wahrscheinlich daran, dass sie aus Tierparks entwichen und seither die Region aus den Niederlanden kommend für sich als Lebensraum erschließen. Wer Ägyptische Nilgänse beobachtet, den bittet Jürgen Kaatz, darauf zu achten, ob sie auch am Hals beringt sind – und dann zu fotografieren, sollte das der Fall sein. Diese Art der Kennzeichnung werde zusätzlich zu den Fußringen in den alten Bundesländern und den Niederlanden praktiziert. Der am Hals angegebene numerische Code sei besonders gut zu entziffern. Er verrät den Ornithologen viel über die Herkunft der Vögel. Auf diese Weise ließen sich Rückschlüsse über ihre Ausbreitung ziehen. Wie intensiv sich die Ägyptischen Nilgänse hier in Zukunft etablieren werden, „das lassen wir die Natur entscheiden“, so Jürgen Kaatz.

Von Björn Wagener

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