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Ostprignitz-Ruppin Aequinox: Ein einmaliges Testfeldfeld für Musiker
Lokales Ostprignitz-Ruppin Aequinox: Ein einmaliges Testfeldfeld für Musiker
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00:34 22.03.2018
Die Organisatoren der Aequinox-Musiktage: Gabriele Lettow aus Neuruppin und Wolfgang Katschner von der Lautten Compagney. Quelle: Cornelia Felsch
Neuruppin

Rund 1000 Besucher sind in diesem Jahr zu den Aequinox-Musiktagen gekommen. Das waren etwas weniger als im vergangenen Jahr. Für Mitorganisatorin Gabriele Lettow fällt die Bilanz so auch durchwachsen aus.

Sie ist nach wie vor stolz und froh, welch beeindruckende Musiker Wolfgang Katschner und die Lautten Compagney immer wieder nach Neuruppin holen.

Ursprünglich sollte das Musikfest nur ein einziges Mal stattfinden. So war jedenfalls der Plan, als Wolfgang Katschner vor Jahren mit der Idee zu ihr kam, erinnerte sich Gabriele Lettow am Sonntagabend zum Abschluss des Festivals bei einer Gesprächsrunde in der Siechenhauskapelle.

Ursprünglich war nur ein einziges Festival geplant

„Dass es jetzt schon zum neunten Mal stattfindet, sagt einiges“, findet Gabriele Lettow. Sie brennt für die Aequinox-Musiktage, das ist zu spüren. Eines finde sie aber schade, sagt sie: „Dass so wenige Neuruppiner zu uns kommen.“

Sie würde sich mehr Publikum aus der Stadt wünschen, mehr Rückhalt „von den Stadtoberen“, mehr finanzielle Unterstützung. Es sei im Osten unheimlich schwer, so etwas auf die Beine zu stellen.

Festspielmacher von der Mosel lässt Kritik nicht gelten

Hermann Lewen ließ das nicht gelten.„Für mich klingt das zu negativ“, konterte er. Lewen hat 35 Jahre lang selbst ein Musikfestival an der Mosel organisiert. Seit zwei Jahren kommt er nach Neuruppin. Nur durch Aequinox habe er von der Stadt erfahren und sei begeistert.

Neben Lewen war auch ein Festivalmacher aus Belgien eigens für die Musiktage nach Neuruppin gekommen. Ein Gast kam sogar aus Neuseeland, um Carolina Eyck mit ihrem Theremin zu hören.

Für die Lautten Compagney ist Neuruppin ist ein großes Klanglabor

Dass man sich aus dem eigenen Ort als Veranstalter mehr Besucher wünscht, „ist völlig normal“, sagt Lewen. Doch die Neuruppiner dafür zu kritisieren, sei falsch.

Für ihn steht fest: Im Osten Deutschlands seien die Menschen viel offener und interessierter an Kultur als im Westen. Für Neuruppin wünscht sich Lewen deshalb noch mehr Veranstaltungen wie am Wochenende.

Wolfgang Katschner von der Lautten Compagney sieht das Festival „als ein großes Klang­labor“. In Neuruppin können die Musiker neue Dinge ausprobieren und neue Musiker kennenlernen, die dann auf Jahre in ihre Programme einfließen. Katsch­ner sieht das Festival als Anlage auf lange Sicht.

Von Reyk Grunow

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