Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Ärger am Stöffiner Weg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ärger am Stöffiner Weg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 16.04.2017
Die Schranke am Stöffiner Weg zwischen Dabergotz und Stöffin ist oft offen – zum Leidwesen von Anwohnern. Quelle: Andreas Vogel
Anzeige
Dabergotz

Die Verkehr lässt sich einfach nicht aufhalten – weder durch Verbotsschilder noch durch die Schranke, die die Gemeinde vor geraumer Zeit am Stöffiner Weg zwischen Dabergotz und Stöffin aufstellen ließ. Dabei soll die Schranke verhindern, dass der Weg von Autofahrern als Abkürzung genutzt wird. Denn die Ortsverbindung, die in Dabergotz zunächst als Tempo-30-Zone auf einem Plattenweg an Eigenheimen vorbeiführt und am Ortsausgangsschild als Schotterpiste Richtung Stöffin weitergeht, ist lediglich für Anlieger und Landwirtschaftsfahrzeuge bestimmt. Immerhin werden die umliegenden Felder von einer Agrargenossenschaft bewirtschaftet.

Bürgermeister: Das ist eine Sauerei

Der Betrieb hat auch einen Schlüssel für die Schranke. Vermutlich ist das Teil des Problems. Denn die Schranke ist meist offen. Das spricht sich schnell rum. „Da fahren Laster mit Putenmist aus Gühlen-Glienicke nach Stöffin. Das ist eine Sauerei“, sagt Ulrich Krebs. Der Bürgermeister von Dabergotz versteht, dass die Anwohner des Stöffiner Weges in Dabergotz zunehmend genervt sind.

„Wenn da nur Traktoren zu den Feldern fahren würden, dann wäre das ja in Ordnung“, sagt auch Remo Pelikan. Der Anwohner hat aber sogar schon 40-Tonner auf der Straße entlang brausen sehen. Dabei sei die Straße doch nur für 7,5-Tonner zugelassen. Pelikan befürchtet, dass der Straßenbelag unter der Belastung schnell Schaden nehmen wird – und die Gemeinde Dabergotz sowie die Anwohner die Reparaturkosten übernehmen müssen. Das dürfe nicht sein, findet auch Bürgermeister Krebs. Er überlegt deshalb, dass Schloss an der Schranke austauschen zu lassen und weniger Schlüssel zum Öffnen dieses Hindernisses zu verteilen.

Amtsdirektorin will mit den Firmen reden

Amtsdirektorin Susanne Dorn will indes erst mal mit den Firmen sprechen, die derzeit über einen Schrankenschlüssel verfügen. „Wir werden sie bitten, dass die Schranke nach dem Passieren wieder geschlossen wird.“ Das könnte für einige Monate die Situation am Stöffiner Weg etwas entspannen, hofft Dorn. Zudem will die Amtsdirektorin Torsten Peter, den neuen Revierpolizisten im Amt Temnitz, bitten, „ab und zu“ am Stöffiner Weg in Dabergotz zu kontrollieren, ob die Regeln eingehalten werden.

Ob und wie schnell dadurch der Lkw-Verkehr im Stöffiner Weg abnehmen wird, das ist unklar. Sicher ist hingegen, dass die Gemeinde noch in diesem Jahr etwas unternehmen will, damit das Regenwasser von der Straße nicht länger auf die Grundstücke am Stöffiner Weg abfließt. „Wir wollen den Bankettstreifen so weit runter nehmen, dass das Regenwasser künftig in den Banketten versickert und nicht auf die Grundstücke fließt“, sagte Bürgermeister Krebs am Donnerstag.

Gemeinde macht Weg frei für den Bau neuer Eigenheime

4000 Euro hat die Gemeinde für diese Arbeiten in ihrem Haushalt eingeplant. Krebs glaubt jedoch nicht, dass das reichen wird. „Wir werden den Betrag wohl auf 10 000 Euro aufstocken müssen.“ Schließlich gehe es darum, dass die Anlieger zufrieden mit ihrem Grundstück in Dabergotz sind. Das soll sich rumsprechen. Schließlich will das Dorf nicht nur in der Bahnhofstraße und am Mühlenweg weitere Flächen für neue Eigenheime ausweisen, sondern ebenfalls am Stöffiner Weg. Der dazu notwendigen Änderung des Flächennutzungsplanes haben die Gemeindevertreter am Mittwochabend bereits zugestimmt.

Von Andreas Vogel

Die Fontanestadt will 540.000 Euro an Eltern zurückzahlen, die sie seit 2014 zu viel fürs Schul- und Kitaessen überwiesen hatten. Das ist die Folge eines Gerichtsurteils zu den Kosten für die Verpflegung der Kinder. Im Gegensatz zu anderen Kommunen müssen die Eltern in Neuruppin keinen Antrag auf Rückzahlung stellen.

22.03.2018

Ralf Reinhardt (SPD), der Landrat von Ostprignitz-Ruppin, hat die angekündigten Korrekturen des Landes bei der Kreisgebietsreform begrüßt und damit die oppositionelle CDU auf den Plan gerufen. Doch auch einige Kreistagsabgeordnete sind irritiert. Schließlich gibt es einen Beschluss, dass Ostprignitz-Ruppin eigenständig bleiben soll.

16.04.2017

Gründonnerstag wurde auf dem Prignitzer Annenpfad die Pilgersaison eröffnet. Gut 100 Wanderer gingen auf die Strecke, die sie nach dem Frühstück in Bölzkes Kirche zum Mittagessen ins Kloster Stift Heiligengrabe und zum Kaffeetrinken nach Alt Krüssow in die Wallfahrtskirche führte.

16.04.2017
Anzeige