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Ostprignitz-Ruppin Ärger um das Zeltlager der Pfadfinder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ärger um das Zeltlager der Pfadfinder
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00:20 17.08.2017
Das Pfadfinderlager in Großzerlang. Quelle: Peter Geisler
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Großzerlang

Zehn Tage haben sich mehr als 5000 Pfadfinder aus Deutschland und 19 anderen Nationen der Welt in Großzerlang erholt und auch darüber gesprochen, wie mit der Welt und ihren Ressourcen umgegangen werden soll. Während der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) zufrieden mit dem sogenannten Bundeslager ist und sich bei den gut 400 Einwohnern von Großzerlang bedankt, hat Ortsvorsteher Bernd Starke einige Kritikpunkte. „Wir hätten uns eine bessere Abstimmung mit der Lagerleitung gewünscht“, sagte Starke am Montag. Zum einen wegen der schweren Fahrzeuge, die zum Auf- und Abbau des Lagers die schmale Straße nutzen mussten, die erst 2006 saniert worden war. „Die ist nicht geeignet für 40-Tonner mit Anhänger“, betonte Starke. Zum anderen hätten Anwohner in der Nacht zum 1. August wegen des Lärms im Lager sogar um 3.40 Uhr die Polizei einschalten müssen, damit endlich Ruhe einkehrt.

Zehn Tage lang trafen sich rund 5000 Jugendliche aus Deutschland und zwanzig anderen Ländern der Welt zum Bundes-Pfadfinderlager in Großzerlang, nördlich von Rheinsberg. Sie erkundeten die Umgebung, organisierten Veranstaltungen, machten sich Gedanken über die Zukunft und genossen die Gemeinschaft des Lagers. An letzten Tag vor der Abreise kam die MAZ noch einmal zu Besuch.

Bund der Pfadfinder bedauert den Vorfall

„2006 gab es schon mal so ein großes Bundeslager der Pfadfinder bei uns, damals hatten wir weniger Probleme“, so Starke. Pia Conrady vom BdP bedauerte gestern den Vorfall. Die Pfadfinder wollten keinesfalls, dass die Einwohner von Großzerlang künftigen Zeltlagern bei ihnen im Gelände nur noch skeptisch sehen. Deshalb habe ein Vorbereitungsteam im Vorfeld auch die Abstimmung mit Anwohnern gesucht. Zudem sei die Stadt Rheinsberg informiert worden, sagte Conrady.

Laut Starke hat es aber keinen Kontakt mit dem Ortsbeirat gegeben. Der Ortsvorsteher hält Großzerlang für ungeeignet als Standort für ein Zeltlager von mehr als 5000 Menschen. „Das ist zu happig.“ Starke hält ein Zeltlager für maximal 1000 Menschen für vertretbar.

Kontakt zur Raumstation ISS

Die Pfadfinder konnten in Großzerlang nicht nur baden, paddeln und über die Zukunft der Welt diskutieren, sie hatten sogar Kontakt zur Raumstation ISS, als diese in 400 Kilometer Höhe über Deutschland flog. Der Astronaut Paolo Nespoli antwortete direkt aus dem All auf die Fragen. Dabei erfuhren die Kinder und Jugendlichen, dass für Krankheitsfälle ein Space Craft zur Verfügung steht, mit dem die Besatzung in vier Stunden zurück auf der Erde ist.

Von Andreas Vogel

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