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Ärger um neue Windeignungsgebiete

Neuruppin Ärger um neue Windeignungsgebiete

Im Dezember soll der zweite Entwurf für den Regionalplan Wind vorgelegt werden. Bis dahin müssen sich die Mitglieder des Planungsausschusses über die neuen Windeignungsgebiete verständigt haben. Am Dienstag gab es Ärger über mögliche neue Gebiete in der Prignitz. Für eine umstrittene Fläche bei Netzeband zeichnet sich jedoch eine Alternative ab.

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Die Regionale Planungsgemeinschaft hat Vorschläge für neue Windeignungsgebiete gemacht. Aus der Prignitz gibt es Widerstand.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel hat weitere Flächen für die Ausweisung von Windeignungsgebieten vorgeschlagen. Im zweiten Entwurf des Regionalplans Wind könnten unter anderem auch eine 72 Hektar große Fläche bei Berge/Pirow (Prignitz) und ein 120 Hektar großes Areal bei Quitzow (Prignitz) auftauchen. Regionalrat Hartmut Lossin und Andreas Ditten als beratendes Mitglied widersprachen diesen Vorschlägen im Planungsausschuss am Dienstag jedoch heftig. Der Grund: Beide Gebiete sind weniger als fünf Kilometer von den nächsten Windkraftanlagen entfernt.

Auf einen Fünf-Kilometer-Abstand zwischen Windeignungsgebieten hatte sich das Gremium zuvor aber verständigt. „Entweder haben wir Kriterien oder nicht“, sagte Lossin. „Das kann man den Menschen vor Ort nicht erklären.“ Lossin kündigte an, dem Plan in der Regionalversammlung die Zustimmung zu verweigern – sollten die Flächen in dem Entwurf enthalten bleiben. Planer Thomas Berger-Karin verteidigte die Vorschläge dagegen. „Immer dort, wo wir bereits eine Entwicklung von Windkraftanlagen haben, müssen wir auch Ausnahmen machen können.“

Alternative für umstrittenes Gebiet bei Netzeband

Veränderungen auch in Ostprignitz-Ruppin: Das hochumstrittene Windkrafteignungsgebiet bei Netzeband soll entfallen und durch ein Gebiet südlich von Rossow ersetzt werden. Das zumindest schlagen die Planer vor. Mitglieder einer Bürgerinitiave hatten den Vorschlag, bei Netzeband ein Areal auszuweisen, heftig kritisiert – unter anderem weil dort Wiesenweihen vorkommen. Zwar sei deren Verbreitung kein Ausschlusskriterium für ein Windkrafteignungsgebiet, so Chef der Regionalen Planungsgemeinschaft Ansgar Kuschel. Doch sei zu prüfen, ob es zu der Netzebander Fläche nicht eine konfliktärmere Alternative gibt.

Auch ein mögliches Windkrafteignungsgebiet bei Stöffin bewerten die Planer inzwischen neu. So könnte sich der südliche Teil erweitern, weil dort inzwischen keine Wiesenweihen mehr brüten. Der nördliche Teil geht möglicherweise zugunsten eines Areal an der A 24 zwischen Walsleben und der Anschlussstelle Neuruppin verloren. Dort stehen bereits Windräder. Allerdings würde sich das Windkrafteignungsgebiet gegenüber dem bestehenden verkleinern, weil die Planer die 750-Meter-Abstandsregelung bei bestehenden Anlagen anwenden.

Der zweite Entwurf des Regionalplans Wind soll Mitte Dezember stehen. Bis dahin wollen die Mitglieder des Planungsausschusses sich noch zwei Mal treffen – das nächste Mal am Dienstag, 1. November, im Neuruppiner Rathaus.

Von Frauke Herweg

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