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Akteure und Fahrzeuge gesucht

Countdown für das 350-jährige Neustadt läuft Akteure und Fahrzeuge gesucht

In wenigen Tagen treffen im hiesigen Neustadt an der Dosse Abgesandte aus sämtlichen Neustädten Europas ein. Sie beraten dann über das nächste Neustadt-Treffen, das an der Dosse für die Pfingsttage 6. bis 8. Juni 2014 geplant ist, und informieren sich über den Stand der Vorbereitungen.

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Neustadt. Neustädte gibt es 27-mal in Deutschland, je zweimal in Österreich und Polen, dreimal in Tschechien, je einmal in Ungarn und der Slowakei. Sie bilden seit Jahrzehnten die Arbeitsgemeinschaft "Neustadt in Europa". Es ist die größte Städtefreundschaft auf dem Kontinent. Dass sie alle nun 2014 an der Dosse feiern, ist auch einem Prinzen zu verdanken, und zwar Prinz Friedrich, dem späteren Landgrafen von Hessen-Homburg, an den in der Stadt noch heute ein Gedenkstein erinnert.

Am 24. August 1664, vor bald 350 Jahren also, erhob Brandenburgs Kurfürst Friedrich Wilhelm das Dorf Neustadt zur Stadt. Er tat das auf Ersuchen des damaligen Besitzers, des Prinzen Friedrich eben, der sich diesen Wunsch leisten konnte - war er doch der Held der Schlacht von Fehrbellin gegen die Schweden. So steht es am Stein geschrieben. Und so wird gewiss auch diese Geschichte in einem von zahlreichen Schaubildern des Festumzugs dargestellt, der nach dem traditionellen Neustädte-Umzug starten soll.

"Zwei Stunden werden es bestimmt", informierte Mitorganisator Siegbert Weiß jüngst die Stadtverordneten. Drei Stunden indes könnten den Zuschauern kaum zugemutet werden. Hobby-Historiker Weiß erinnerte dabei an den Umzug zum 300.Jahrestag 1964. Er präsentierte bereits eine ganze Reihe Ideen, die es für die Schaubilder gibt. "Wir brauchen jetzt nur noch Leute, die sagen, wir machen mit. Und was wir vor allem brauchen, sind Fahrzeuge."

Weiß gehört zu einem Festkomitee, in dem sich mehr als ein Dutzend Neustädter ehrenamtlich um Festumzug und Neustadt-Treffen kümmern. Monat für Monat intensivieren sie ihre Arbeit. Jede helfende Hand brauchen sie, sagt Weiß. Das entsprechende Büro ist im früheren Gaswerk untergebracht. Es ist erreichbar unter 033970/51187.

Auch Alexander Jachmann, der einst in der Amtsverwaltung tätig war, gehört dazu. Er half in den vergangenen Wochen und Monaten mit, den sogenannten Neustadt-Hain wenige Meter neben der Graf-von-Lindenau-Reithalle neu zu bepflanzen. "Es ist beachtlich, was dort wiederhergerichtet wurde", sagt Bürgermeisterin Sabine Ehrlich. Vor einem Jahr noch musste sie den jämmerlichen Zustand dieses kleinen Parks beklagen. Einige Bäume waren verdorrt und viele Hinweistafeln demoliert.

Der Hain wurde 2002 anlässlich des damals 24.Neustadt-Treffens von der örtlichen Umweltgruppe angelegt. Dann wurde er gepflegt von der SPD-Ortsgruppe, und zwar vertraglich geregelt mit der später aufgelösten RVZ Reit- und Veranstaltungszentrum GmbH. Danach kümmerte sich jedoch niemand mehr um dieses Gelände.

Nun kann die Stadt an der Dosse sich 2014 auch damit wieder vor den anderen Neustädten Europas präsentieren. Beworben wird dieses Ereignis zudem auch mit einem Flyer samt Grußwort des Brandenburger Ministerpräsidenten als Schirmherr. Das hat Tradition. Für das Neustadt-Treffen 2002 schrieb Manfred Stolpe. Doch für 2014?

Schon seit Längerem als Einleger in dem Flyer gedruckt, müsste das Grußwort jetzt noch einmal überarbeitet werden - hat doch neuerdings statt Matthias Platzeck nun Dietmar Woidke das Wort. Die Staatskanzlei ist informiert.

Von Matthias Anke

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