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Ostprignitz-Ruppin Aktion im Klosterviertel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Aktion im Klosterviertel
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00:18 12.05.2017
Die bewegte Geschichte des einstigen Kyritzer Klostergeländes steht am Samstag im Mittelpunkt. Quelle: Masuch Informationssysteme
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Kyritz

Die Stadt Kyritz beteiligt sich am kommenden Sonnabend, dem 13. Mai, mit einer Reihe von Veranstaltungen am dritten bundesweiten „Tag der Städtebauförderung“. Im Mittelpunkt steht dabei einmal mehr das Klosterviertel. Das Areal erhält bei dieser Gelegenheit die Würdigung als „Denkmal des Monats“ der brandenburgischen Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“.

Vor allem aber wird an diesem Tag eine Ausstellung eröffnet. Sie widmet sich unter dem Titel „Das Kyritzer Franziskanerkloster nach der Reformation“ der sehr wechselvollen Geschichte des Viertels nach seiner Zeit als rein religiöse Einrichtung.

Kein Stadtquartier in der Altstadt kann mehr Funktionen und Nutzungen aufweisen als das heutige Klosterviertel. Annähernd 300 Jahre lang war das 1303 erstmals erwähnte Kloster ein reines Mönchskloster. Nach der Säkularisierung schlossen sich die vielfältigsten Nutzungen der Gebäude, aber auch der Freiflächen an. Seit der Auflösung im Jahr 1541 sind für das areal nachfolgende Nutzungen – ohne den Anspruch auf Vollständigkeit – überliefert: Rittergut, Hospital, Stadtkirche, barockes Landhaus, Stall, Montierungskammer, Lazarett, Pulverkammer, Garten, Brennerei, Badehaus, Plättstube, Mehrfamilienwohnhaus, Ladengeschäft, Tankstelle, Autowerkstatt, chemische Reinigung, Wäscherei, Gaststätte und nicht zuletzt Theaterbühne.

Nach zwischenzeitlichem Leerstand aller Gebäude sind die Häuser Johann-Sebastian-Bach-Straße 4 (2001/02), Nummer 6 (2015-17), Stadt- und Klostermauer sowie Kirchenwand und Pforte grundhaft saniert und bilden die ersten funktionsfähigen „Bausteine“ für den geplanten „Kulturstandort Klosterviertel Kyritz“.

Die Ausstellung wird bis Ende Oktober zu sehen sein. Sie ist ein Projekt innerhalb des Themenjahres „Wort & Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg“ von „Kulturland Brandenburg 2017“. Präsentiert wird sie von der AG „Städte mit historischen Stadtkernen“unter dem Jahresmotto „Reformieren – Eine Bewegung findet Stadt“. Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen am Sonnabend ist frei.

Von Alexander Beckmann

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