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Alles Singt in der Kirche

Chorkonzert in Sewekow Alles Singt in der Kirche

Es hat schon Tradition, dass die Schüler des Chores vom Wittstocker Gymnasium nach ihrem Trainingslager in Sewekow in der dortigen Dorfkirche ein Konzert geben. Und so füllte sich das Gotteshaus auch am Dienstag wieder mit zahlreichen Gästen, die nicht nur passiv lauschen, sondern auch lautstark mitsingen durften.

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Gut besucht: Zahlreiche Eltern und Großeltern der Chormitglieder aber auch viele Sewekower waren in die Kirche gekommen.

Quelle: Christian Bark

Sewekow. Richtig Stimmung kam am Dienstagabend in der Sewekower Kirche wieder beim Konzert des Chores vom Wittstocker Gymnasium auf. Das Repertoire der Jugendlichen und ihrer Chorleiterin Sigrud Stahmleder war breit gefächert. Von Volksliedern wie Herbert Roths Rennsteiglied über Schlager wie Nina Hagens „Du hast den Farbfilm vergessen“ bis zu modernen Popsongs wie „21 Guns“ der Rockband Green Day bekam das Publikum jede Menge musikalische Unterhaltung geboten.

Doch keine 25 Minuten waren vergangen, da forderte Stahmleder das Publikum zum Mitmachen auf. „Jetzt sind sie dran“, sagte sie und stimmte gemeinsam mit dem Chor und den Gästen Lieder wie „Rock my Soul“ an. Das insgesamt eine Stunde währende musikalische Vergnügen schien allen Beteiligten großen Spaß gemacht zu haben und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Stahmleder dem Publikum von der Enttäuschung einiger Chormitglieder berichtete, nun zum letzten Mal dabeigewesen zu sein.

 Blumen gab es für Chorleiterin Sigrud Stahmleder (r)

Blumen gab es für Chorleiterin Sigrud Stahmleder (r.).

Quelle: Christian Bark

Einer davon ist der Zwölftklässler Stefan Albrecht. Er wird nach seinem Abitur nach Lüneburg für eine Ausbildung ziehen, wie er sagte. Für den 18-Jährigen aus Herzsprung war es schon die dritte Teilnahme am insgesamt dreitägigen Chorlager in Sewekow. „Das war immer der Höhepunkt für die Chormitglieder“, erklärte er im MAZ-Gespräch. Das Chorlager müsse man sich in etwa wie bei „Deutschland sucht den Superstar“ vorstellen, nur eben ohne Zickenkrieg.

„Das sind keine Ferien, sondern Trainingstage“, betonte Stahmleder. Zwar gebe es auch Freizeit, aber im Grunde werde von morgens bis abends gesungen, besonders gern am Lagerfeuer. Der gute Ruf des Chorlagers eilt ihm voraus, zumindest sah das der 13-jährige Karsten Gerke so, der seit Anfang des Schuljahres im Chor mitsingt. „Ich bin extra eingetreten, weil ich vorher schon so viel Gutes über den Chor gehört habe“, sagte er.

Dass so viel Gutes zu hören ist, verdankt der Chor in erster Linie dem Engagement seiner Leiterin. Und so gab es für Stahmleder von Sewekows Kirchenältester Ingeborg Ruge sowie von der Heimatvereinsvorsitzenden Heidi Schäfer nicht nur nachträgliche Geburtstagsblumen. Sie würdigten auch die 25-jährige Chorarbeit der Musiklehrerin.

Im MAZ-Gespräch äußerte Stahmleder noch einen Wunsch, nämlich nach Unterstützung für diejenigen Sänger, für die 50 Euro für das Chorlager ziemlich viel Geld ist. „Wenn es Probleme gibt, kann sich der Chor an uns wenden“, informierte Wittstocks Stadtsprecher Jean Dibbert. Man finde bestimmt eine Lösung, vielleicht über die Paul-Marschall-Stiftung.

Von Christian Bark

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