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Alles neu bei Brandschutz Müller

Wittstock Alles neu bei Brandschutz Müller

In der Behälter, Brandschutz und Anlagentechnik (BBA) in Wittstock werden schon jetzt die Weichen für eine Unternehmensnachfolge gestellt. Geschäftsführer Lothar Müller ist 58 Jahre alt und setzt auf Fachkräfte aus der eigenen Familie. Die Geschäftsbereiche sind neu strukturiert und Müller orientiert sich auf neue Dienstleistungen.

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Lothar Müller spricht mit Tobias und Ines Weinzimmer (v.l.) über das Design für einen Swimmingpool-Prototypen.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Lothar Müller stellt die Weichen für die Zukunft. Der Geschäftsführer der Behälter, Brandschutz und Anlagentechnik (BBA) in Wittstock gibt Zug um Zug Verantwortung in jüngere Hände. „Ich denke langfristig über die Unternehmensnachfolge nach“, sagt der 58-Jährige. Dabei kann er auf Fachkräftenachwuchs aus der eigenen Familie setzen.

Am Standort Gewerbegebiet Scharfenberg in Wittstock ist BBA seit vier Jahren angesiedelt. Mit Ines Weinzimmer ist Lothar Müllers Tochter seit 13 Jahren im Unternehmen tätig. Die 34-jährige kaufmännische Fachwirtin ist seit Januar dieses Jahres stellvertretende Geschäftsführerin und gründete im Frühjahr mit der Techinpro eine eigene Firma. Diese geht der Endverbraucherproduktion für Glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) nach. Derzeit laufen Förderanträge für einen Hallenbau. Dieses Objekt soll in Sichtweite zu BBA auf einem Nachbargrundstück entstehen. „Geht alles nach Plan, wird die 1500 Quadratmeter große Halle nächstes Jahr errichtet und ab 2019 beginnt die Produktion“, sagt Ines Weinzimmer. Mit gut zehn Mitarbeitern möchte sie dann starten.

Thomas Starke schleift an einer Klemmvorrichtung für Trockeneisbehälter

Thomas Starke schleift an einer Klemmvorrichtung für Trockeneisbehälter.

Quelle: Christamaria Ruch

BBA ist breit aufgestellt und seit 2005 in Wittstock angesiedelt. Standorte in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Bayern sind die Standbeine. 270 Mitarbeiter sind an allen Standorten bei BBA tätig, davon 175 in Wittstock. „Wir haben hier sehr hoch qualifizierte Mitarbeiter, das ist unser Kapital“, so Lothar Müller. Aus diesem Grund steht für den Geschäftsführer ein Rückzug aus Wittstock nicht zur Debatte. Auch wenn rund um das Betriebsgelände am Tannenkoppelweg seit Jahren ein Rechtsstreit über die Lärmbelästigung läuft (die MAZ berichtete). Einen Großteil der lärmintensiven Arbeiten wurde dort bereits aufgegeben und „die Arbeit von drei auf zwei Schichten umgestellt“, so Müller.

Lothar Müller hat zum Jahresanfang das Unternehmen neu aufgestellt: In der Firma Cytes sind 180, also zwei Drittel der insgesamt 270 Mitarbeiter angestellt. Mit Michael Drefahl hält dort ein angestellter Geschäftsführer die Fäden in der Hand. Drefahl gehört ebenfalls zu Lothar Müllers Familie. Mit dieser Neuausrichtung sind nahezu alle bisherigen BBA-Standorte der Cytes zugeordnet. Nur der Standort Scharfenberg gehört zur BBA. Lothar Müller richtet dort den „Blick auf neue Produkte aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Es geht um neue Dienstleistungen und Geschäftsideen.“ Immer wieder führt er Entwicklungsgespräche mit Ines und Tobias Weinzimmer. Der 41-Jährige ist Abteilungsleiter am Standort Scharfenberg und für den glasfaserverstärkten Kunststoff zuständig. Beim Vor-Ort-Termin diskutieren die drei über den Prototypen für einen Swimmingpool. „Es geht um die Außenhautverkleidung und das Design“, so Lothar Müller.

Ines und Tobias Weinzimmer planen 2018 einen Hallenbau im Wittstocker Gewerbegebiet Scharfenberg

Ines und Tobias Weinzimmer planen 2018 einen Hallenbau im Wittstocker Gewerbegebiet Scharfenberg.

Quelle: Christamaria Ruch

Fünf technische und kaufmännische Ausbildungsberufe stehen bei BBA im Angebot. Hinzu kommt die Ausbildung Fachpraktiker Metallbau für Menschen mit Förderbedarf. Sechs Auszubildende sind derzeit im Unternehmen – vier weitere beginnen nun ihre Berufslaufbahn. Schon früh können zukünftige Azubis das Unternehmen kennen lernen: Die Ferientätigkeiten gelten immer wieder als Türöffner. „Das mündet teilweise in eine Ausbildung bei uns“, so Lothar Müller. „Seit Jahren haben wir keine Abbrecher mehr bei der Ausbildung“, sagt er. Auch die berufsbegleitenden Weiterbildungen sind gefragt.

Am Standort Scharfenberg können die Mitarbeiter problemlos den lärmintensiven Tätigkeiten nachgehen. Das erleichtert den logistischen Ablauf im Arbeitsalltag. Einzig bei den Übertragungsgeschwindigkeiten der Internetverbindungen hakt es und „eine Besserung ist nicht in Sicht“, so Ines Weinzimmer.

Von Christamaria Ruch

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