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Ostprignitz-Ruppin Alles zu MZ, W50 & Co. beim Oldiebasar
Lokales Ostprignitz-Ruppin Alles zu MZ, W50 & Co. beim Oldiebasar
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00:18 15.11.2017
Riko Gehring bot an seinem Stand zahlreiche Ersatzteile für unterschiedliche Simson-Zweiräder feil. Quelle: Peter Lenz
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Wulkow

Endlich den lang gesuchten Lenker für das alte Moped oder eben einmal noch ein paar Simmerringe für die MZ TS 150 von Opa – das alles und noch viel mehr konnten Schrauber beim Oldie- und ­Teilemarkt am Wochenende in Wulkow erwerben. Organisiert wurde der Oldiebasar erneut von der Entwicklungs- und Arbeitsfördergesellschaft (EAN) Neuruppin unter der Leitung von Monika Goldschmidt.

Es war seit Freitagmorgen ein reges Treiben auf dem Gelände. Überall standen Ordner und Helfer mit ihren Walkie Talkies und regelten den Verkehr. Keine leichte Aufgabe bei einer Gesamtfläche von rund 25 Hektar.

Ein Paradies für Oldtimerfans: An unzähligen Ständen wurden Ersatzteile und ganze Fahrzeuge angeboten. Quelle: Peter Lenz

Einer der Helfer war Walther Lück aus Protzen. Er war schon viele Male dabei, aber solche ­Menschenmassen habe er noch nicht hier erlebt, sagt der Rentner. Mit dabei war auch seine Frau Renate. Sie stand an der Einlasskontrolle. Es sei wichtig, dass der Markt erhalten bleibt und dazu brauche man eben auch Helfer, betonte Walther Lück.

Der Oldie- und Teilemarkt ist unter Schraubern eine Institution. Aus der ganzen Bundesrepublik und dem europäischen Ausland sind die Oldtimerfreunde und Händler angereist. Ja, es hat sich herum gesprochen: Hier kann man viele Dinge kaufen, die woanders schon längst nicht mehr zu bekommen sind. Dabei handelt es sich vor allem um Fahrzeugteile, die aus der ehemaligen DDR beziehungsweise Osteuropa stammen. Einer der etwa 550 Händler, der aus Wernesgrün/Steinberg stammende Riko Gehring, hat sich genau darauf spezialisiert. Einen ganzen Stand voller seltener Ersatzteile für die begehrten Simson-Fahrzeuge, wie Schwalbe , S51 oder SR1 und SR2 brachte er mit zum Oldiebasar nach Wulkow, der inzwischen zu den größten seiner Art in Deutschland zählt.

Frank Meyer (l.) und Thomas Grunicke gingen mit einem Anhänger voller Motorradteile vom Gelände. Quelle: Peter Lenz

Das wissen auch die meisten der rund 7500 Besucher, die sich ungeachtet des Regenwetters auf den Weg nach Wulkow gemacht hatten, um das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern. Einer von ihnen war Steve Rüberg aus Berlin, der einen alten Kinderroller gekauft hatte und nun neben sich herschob. Der Weg nach Wulkow lohnte sich auch für Thomas Grunicke und Frank Meyer aus Müllrose (Oder-Spree). Sie ­schoben gleich einen kleinen ­Anhänger voller Motorradteile im Gesamtwert von einigen Hunderten Euros vom Platz. Die beiden waren nicht zum ersten Mal hier – und das Kommen hat sich bisher jedes Mal gelohnt.

„So vier- bis fünfmal waren wir in den letzten Jahren schon hier“, erzählte Thomas Grunicke. Und die Entfernung passe ja auch. Frank Meyer konnte Teile für seine Touren-Awo, für eine Sport-Awo einen Rahmen und für einen IWL-Motorroller eine Sitzbankhalterung mit nach Hause nehmen.

Von Zwickau nach Wulkow angereist

Aber auch Thomas Fösch aus dem sächsischen Zwickau kommt gerne nach Wulkow. Die ersten Jahre selbst immer auf der Suche nach bestimmten Ersatzteilen, stand er in diesem Jahr erstmalig selbst am Verkaufsstand, um seine W-50-Teile aus der Ludwigfelder Lkw-Produktion und anderes aus DDR-Zeiten an den Mann zu bringen.

Der Weg nach Wulkow dürfte sich für fast jeden Besucher gelohnt haben. Viele freuen sich sicherlich bereits heute auf den nächsten ­Oldie- und Teilemarkt. Die dann 35. Auflage soll am 9. und 10. November 2018 über die Bühne gehen.

Von Peter Lenz

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