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Ostprignitz-Ruppin Mörder von Jutta K. kommt jetzt vor Gericht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mörder von Jutta K. kommt jetzt vor Gericht
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00:32 01.03.2018
Blumen vor dem Haus in Alt Ruppin. Dort wurde Jutta K. ermordet. Quelle: dpa
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Neuruppin

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der Vermieterin Jutta K. (61) in Alt Ruppin beginnt am 4. April. Die Erste Große Strafkammer unter Vorsitz von Richter Udo Lechtermann habe vorerst fünf Verhandlungstage angesetzt, sagt Frank Stark als Sprecher des Landgerichtes Neuruppin.

Demnach könnte Anfang Mai das Urteil gegen Friedrich-Wilhelm K. gefällt werden. Der 40-Jährige, der ursprünglich aus dem Raum Wittstock kommt, wohnte nach Verbüßen einer mehrjährigen Haftstrafe in einer der Wohnungen in Alt Ruppin, die Jutta K. vermietete. Laut Anklage soll es Mitte August nach einem gemeinsamen Grillen am Ufer des Rhins zunächst zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen zwischen Jutta K. und ihrem Vermieter gekommen sein, ehe die Situation eskalierte.

Was der Grund dafür war, ist unklar. Bekannt ist, dass Friedrich-Wilhelm K. seine Vermieterin geschlagen, stranguliert und „rabiat“ vergewaltigt habe, bevor sie durch ihre schweren Verletzungen an Hals und Kopf starb. Demnach hat K. dann die EC-Karten seiner Vermieterin und ihres behinderten Sohnes an sich genommen und sich mit dem VW-Bus von Jutta K. aus dem Staub gemacht.

Als K. sich stellte, trug er eine Waffe bei sich

Während seiner mehrtägigen Flucht, die ihn bis nach Dresden führte, soll er laut Anklage 3080 Euro von den Konten abgehoben haben. Da K., als er sich vier Tage nach der Tat mit einem Anwalt bei der Polizei in Eberswalde (Barnim) stellte, eine Schreckschusspistole bei sich hatte, ist in der Anklage auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz enthalten. Aufgeführt ist zudem eine versuchte sexuelle Nötigung, die K. bereits im Februar 2017 in Kyritz begangen haben soll. Das Opfer wird wahrscheinlich bei dem Prozess aussagen.

Die Polizei brachte den Tatverdächtigen im August in die JVA Wulkow. Dort sitzt er seitdem in Untersuchungshaft. Quelle: Andreas Vogel

K. sitzt, seitdem er sich gestellt hat, in Untersuchungshaft in der JVA Wulkow. Er schweigt zu den Vorwürfen. Zeugen für die Tat gibt es nicht, jedoch wohl jede Menge Spuren von K. Deshalb geht die Anklage auch von Mord aus. Damit droht K. eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Verdächtiger hatte zuvor schon Frauen überfallen

Der Mann ist bekannt dafür, dass er seinen Geschlechtstrieb nicht unter Kontrolle hat und diesen auch mit Gewalt befriedigt. So hatte er Anfang 2008 in Wittstock brutal zwei Frauen überfallen, damals 50 und 80 Jahre, und diese sexuell genötigt. Dafür war er im Dezember 2010 vom Landgericht Neuruppin zu einer dreieinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Gedenken für die ermordete Jutta K. in der Kirche Alt Ruppin. Viele Freunde und Verwandte nahmen Abschied. Quelle: Reyk Grunow

Der gewaltsame Tod von Jutta K. hatte nicht allein in Alt Ruppin, sondern in der Region für Entsetzen gesorgt. Schließlich war Jutta K. vielerorts bekannt. Sie hatte jahrelang Boote für Ausflüge verliehen. Zum Trauergottesdienst für Jutta K. waren mehr als 200 Freunde und Bekannte in die Alt Ruppiner Kirche gekommen.

Von Andreas Vogel

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