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Alt Ruppin will Geld für seine Badestelle

Neuruppin Alt Ruppin will Geld für seine Badestelle

Der Neuruppiner Ortsteil Alt Ruppin will, dass die Fontanestadt im nächsten Jahr die Badestelle auf der Halbinsel wieder auf Vordermann herrichtet. 20 000 Euro soll Neuruppin dafür in den Haushalt einstellen. Doch für diesen Wunsch ist eigentlich kein Geld da. Gleichwohl verspricht Bürgermeister Jens-Peter Golde Hilfe.

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Die Badestelle in Alt Ruppin ist durchaus beliebt.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Eine heftige Diskussion hat der Antrag des Ortsbeirates Alt Ruppin ausgelöst, dass die Fontanestadt im nächsten Jahr 20 000 Euro für die Sanierung der Badestelle auf der Halbinsel bereitstellen soll. Es müssten der Schilfbewuchs entfernt, der lückenhafte und ramponierte Zaun erneuert und mehrere Umkleidekabinen errichtet werden, sagte Christiane Doll (SPD) am Donnerstagabend beim Bauausschuss. Zudem sollte geprüft werden, ob Wasserrutschen oder ein Sprungturm errichtet werden könnten – so wie es diese früher einmal gab, als Alt Ruppin den Beinamen „Märkisches Kur- und Seebad“ trug.

Die Halbinsel ist als Wald ausgewiesen

Marga Reinus glaubte, sich verhört zu haben. „Das ist eine Badestelle ohne Rutsche oder vergleichbare Anlagen“, sagte die Bauamtsleiterin. Ein zweites Freibad neben dem Jahnbad könne sich die Stadt nicht leisten, betonte Arne Krohn. Der Baudezernent verwies zudem darauf, dass selbst die deutlich höher frequentierte Badestelle in Neuglobsow am Stechlinsee ohne Umkleidekabinen auskomme. Indes plädierte Siegfried Wittkopf (Linke), einst Ortsvorsteher von Alt Ruppin, dafür, ein Konzept für die Halbinsel zu erarbeiten. Denn da diese derzeit als Wald ausgewiesen ist, könne sich dort gar kein Tourismus entwickeln.

Sechs Abgeordnete enthalten sich

Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) will, dass die Badestelle in Alt Ruppin nun mit in die Studie aufgenommen wird, in der im nächsten Jahr die Entwicklungsmöglichkeiten für das Jahnbad untersucht werden sollen. Zugleich versprach Golde, dass das Rathaus nach einer Finanzierung suchen werde, damit an der Badestelle in Alt Ruppin wenigstens dringende Sofortmaßnahmen realisiert werden können. Dafür werde sicher noch Geld im Haushalt da sein, so Golde. Auf eine Summe wollte sich der Bürgermeister allerdings nicht festlegen. Der Antrag aus Alt Ruppin wurde denn auch ohne eine konkrete Summe bestätigt – allerdings nur von zwei Abgeordneten. Einer war dagegen, sechs enthielten sich.

Baudezernent Krohn hatte zuvor betont, dass im für 2017 geplanten Baubudget der Betrag von 20 000 Euro auf keinen Fall aufgebracht werden könne. Vielmehr reiche der Etat gerade einmal, um die Anlagen und Straßen der Stadt auf einem „unterdurchschnittlichen Level“ zu erhalten.

Von Andreas Vogel

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