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Ostprignitz-Ruppin Alte Bootshalle: Paddelfreunde brauchen Hilfe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Alte Bootshalle: Paddelfreunde brauchen Hilfe
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00:17 25.08.2016
Die morsche Halle haben die Paddler bei jedem Treffen vor Augen. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Die Mitglieder des Vereins „Paddelfreunde“ Kyritz nutzten den Bootskorso vom Freitagabend, um auf ihrem Vereinsgelände am Untersee noch einmal den ausgehenden Sommer zu feiern. Ein Thema in der Runde war die Halle, in der die Paddler ihre Boote lagern.

„Die ist inzwischen bestimmt 60 Jahre alt“, sagt Vereinsvorsitzender Klaus-Peter Kraatz. Ursprünglich diente der hölzerne Bau bei der LPG Schönberg zur Hühnerhaltung, bevor er vor Jahrzehnten seinen Weg ans Kyritzer Seeufer fand. Die Zeiten haben dem langgestreckten Schuppen trotz ständiger Instandhaltung sichtlich zugesetzt. Eine Sanierung lohnt nicht mehr.

Die „Paddelfreunde“ – hier auf ihrem Gelände am Kyritzer Untersee. Quelle: Alexander Beckmann

Bereits 2008 begannen die Paddler daher mit dem Pläneschmieden. Ein Neubau sollte her. Konkrete Pläne entstanden: für eine Leichtbauhalle mit angeschlossenem massivem Sanitär- und Küchentrakt. Der ließe sich dann auch als öffentliches WC nutzen. So etwas gibt es momentan an der Kyritzer Seewiese noch nicht.

Doch aus der damals erhofften Förderung durch Bund oder Land wurde nichts. Die Pläne blieben in der Schublade, obwohl sogar schon die Baugenehmigung vorlag.

Baugenehmigung läuft jetzt ab

Fünf Jahre hat so eine Genehmigung Gültigkeit. „Die läuft jetzt ab“, sorgt sich Klaus-Peter Kraatz. „Wir müssten sie jetzt verlängern. Das kostet Geld.“ Und das ist in dem kleinen Verein knapp. Schon die Planung des Neubaus vor Jahren brachte die Paddler bis an die Grenze des Machbaren. Rund 20 000 Euro kratzten sie damals zusammen.

Noch hat der Verein die Hoffnung nicht aufgegeben. Er stellte sein Projekt innerhalb des regionalen Leader-Programms vor, um vielleicht darüber eine Förderung zu erhalten. Immerhin kam bisher keine Absage.

Die Sache hat einen Haken

Doch selbst, wenn es Geld geben sollte, hat die Sache einen Haken. „Nach den neuen Förderrichtlinien müssten wir in Vorleistung gehen“, sagt Kraatz. Das heißt, der Verein müsste die Handwerkerrechnungen erst einmal begleichen, um das Geld im Anschluss als Fördermittel überwiesen zu bekommen. „Das können wir nicht.“

Die Paddler hoffen jetzt auf die Unterstützung seitens der Stadt Kyritz – vielleicht in Form einer Bürgschaft. Sonst hat sich die Idee mit dem Neubau wohl erledigt.

Es gehe darum, das bestehende Vereinsleben zu erhalten, betont Klaus-Peter Kraatz. Zwar hätten die „Paddelfreunde“ nur rund 40 Mitglieder und die gehören meist schon zur älteren Generation, aber der Sport sei auch so etwas wie eine Tradition am Untersee. „Heute wird ja alles immer an der Jugendarbeit festgemacht. Aber was ist mit den Senioren?“

Von Alexander Beckmann

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